Der Weg in die Gefangenschaft: Kriegstagebuch. 21. Juli bis 24. Juli 1943.

 ((In HANNOVER-BOTHFELD, Provinz Hannover, Preußen, Scharnhorst-Kaserne, Dienstreise nach MÜNCHEN, LANDSHUT und zurück nach SCHÖNEWÖRDE, Provinz Hannover.))

Mittwoch, 21. Juli 1943

Heute war kein Dienst. Wir haben nur Uniformteile beschafft. Ich habe noch eine tadellose Schirmmütze bekommen. Nachmittags war ich bei Margar. ((Margarete, die Schwägerin des Tagebuchverfassers, gw))., ich habe die Mütze dort gelassen. – Auf der Schlageter Kampfbahn in Linden das Silberne Sportabzeichen gemacht. Alles bestanden. Die 10 000 m sind mir sauer geworden! Mit Margar. noch bei Knickmeyer ((?)) gegessen. Seit 12.00 Uhr hatte ich nichts gegessen.

Donnerstag, 22. Juli 1943

Um 16.00 begann in den Maschseegaststätten der Abschiedsabend der Inspektion. Es war sehr nett. Ein hervorragendes Essen gab es. Gebratene Scholle, deutsches Beefsteak mit Erbsen((…?)), Eis. Prima zubereitet war alles. Kräfte von ((…?))haus u. K.d.F. ((Kraft-durch-Freude-Organisation, gw)) verschönten den Abend. Um 24.00 etwa sind wir abgezogen, um 1.38 früh fuhr unser Zug nach München, er war so voll, daß wir den nächsten D-Zug nahmen.

Freitag, 23. Juli 1943

Um 14.00 etwa in München, 16.59 weiter nach Landshut. In München habe ich mir noch einen Degen ((?)) gekauft. Der Zug nach Landshut war gestopft voll! Es war nicht reinzukommen. In L. regnete es stark. Wir sind abends nicht mehr ausgegangen, haben unseren Urlaub angemeldet u. haben uns in die Falle gelegt. Der neue Lehrgang findet nicht in München, sondern in Torgau statt.

Sonnabend, 24. Juli 1943

Um 9.00 dem stellvertr. Kdr. ((stellvertretenden Kommandeur, gw)) vorgestellt. Um 13.09 ab nach Hause. Ab München 16.00. Ich bekam einen schönen 2. Kl. Platz, das ist für solch eine Strecke sehr von Vorteil. Die Fahrerei hängt mir zum Halse raus. Bis Uelzen konnte ich durchfahren, das war günstig.

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