Der Weg in die Gefangenschaft: Kriegstagebuch. 04. August (Fortsetzung) bis 08. August 1943.

((In LANDSHUT, Bayern,  LEIPZIG und TORGAU, Sachsen))

Mittwoch, 4. August 1943 ((Fortsetzung von der vorangehenden Seite))

Wie hatte ich mich auf diesen Tag gefreut! Es wäre so schön gewesen, wenn ich mit ihm hätte arbeiten können. Er ist bestimmt nicht dumm. Wann werde ich mit ihm die Freude haben?! – 13.21 sind wir gestern von L. abgefahren. 20.45 waren wir in Leipzig. Im Hotel „Kaiser“ haben wir übernachtet, es war ein sehr  bequemes Zimmer. Ich wohnte noch mit einem Lt. ((Leutnant, gw)) zusammen. Es war unverschämt heiß die Nacht! Wir waren noch im „Kreises“ ((?)) u. haben uns den Quatsch etwas angehört. –

Donnerstag, 5. August 1943

Um 8.00 ab Leipzig. Der Zug war so voll, daß kein Platz mehr war. Wir sind im P((…?))wagen gefahren. 9.30 kamen wir in Torgau an. – Unsere Koffer sind nicht da! Die Mehrzahl der Kameraden war schon da- Alle die wir in Hannover waren, kamen hier zusammen. Ich liege mit Axmann, Fröhlich, Leonhardt u. Vetter Heinrich auf einer Stube. Die Stuben sind nicht gerade wohnlich. Es sollen Wanzen dagewesen sein. – 6.00 – 7.00 Uhr war gestern schon Stalldienst! Verdammte Schweinerei, so früh schon im Stall stehen! – Kino: „Die Jungfrau von Bischofsberg“ ((siehe hier: https://www.youtube.com/watch?v=ri-1S48xkLs, gw))sehr lustig (gestern abend).

Sonntag, 8. August 1943

Zum Reiten haben wir Berberhengste. Es sind ruhige Tiere u. tun keinem Menschen etwas. Aber wehe, wenn sie sich gegenseitig zu nahe kommen, dann gibt es Kleinholz! Oder wenn eine Stute in ihre Nähe kommt, dann sind sie nicht zu halten. Sie haben einen wunderschönen, weichen Trab u. einen eleganten, sicheren Galopp. Gestern abend Kino. „Heimatland“.

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