Kategorie: Arbeitsleben

Antidiskriminierungsgesetz.

Schöne neue Prozeßhansel-Welt. Die Passanten sind alle mit einer Formulartrommel auf der Straße unterwegs, aus der sie rasch eine Antidiskriminierungsklage herausreißen können: „Da! Sie haben mich nicht gegrüßt!“ „Und sie mich nicht zu ihrem Gartenfest eingeladen!“

Karikatur aus dem Jahre 2004. 

Anti-discrimination law. Beautiful new world for litigious persons. The passers-by on the road all carry a form container, from which they can quickly pull an anti-discrimination complaint: „There! You did not greet me!“ „And you did not invite me to your garden party!“

Caricature as of 2004.

Es ist der unverwüstliche Irrtum der Kulturmarxisten, eine bessere Welt, ein freundlicheres Miteinander durch Gesetz, durch staatliche Bevormundung und Umerziehung erzwingen zu können. Die Menschen sind nicht gleich und werden es nie sein. Die politische Linke aber bildet sich ein, diese Gleichheit per Dekret anordnen zu können. Das bewirkt eine Änderung der gesellschaftlichen Atmosphäre, und diese schleicht sich auch in die Slogans der Werbewirtschaft. Beispiel: Noch vor Jahren warb eine bekannte Zigarettenmarke mit dem Satz „Vive la différence!“ – es lebe der Unterschied. Unterschied aber bedeutet Diskriminierung! Dieselbe Marke wirbt heute nicht mehr damit. Heute lautet ihr Werbemotto „Vive le moment!“  – es lebe der Moment. Die Differenz, die Unterschiedlichkeit ist verpönt, und die Macht der Kulturmarxisten ist erdrückend. Gleichheit ist gefordert. Überall. Egalisierung. Gleichstellung. Angleichung. Nivellierung, wenn es sein muß, auf dem untersten Niveau. Hauptsache gleich. Wegfall aller Unterschiede und Grenzen. Zwischen den Nationen, den Geschlechtern, den gesellschaftlichen Rollen. Was sich diesem ideologischen Diktat nicht fügen will, wird von den linksreligiösen Fanatikern mit häßlichen „-ismus“-Wortneuschöpfungen verschrien, bis es sich nicht mehr rührt.

Der politisch Linke sieht seine Lebensaufgabe erst dann als erfüllt an, wenn die gesamte Weltbevölkerung

 – gleich dumm,

– gleich verelendet und schlechternährt,

– gleich krank,

– gleich kläglich einquartiert,

– gleich drogenabhängig,

– gleich sexuell deviant,

– gleich entfremdet allen Rollenmodellen, die als „herkömmlich“ gelten,

– gleich staatsmediengläubig,

– gleich sprachgestört,

– gleich schlecht gekleidet und frisiert

– gleich islamfromm

 und

– gleich hautpigmentiert ist.

Dann endlich wird alle, alle Diskriminierung beseitigt sein und wird ein goldenes Zeitalter anbrechen.

Und wenn nicht? Wenn sich damit die versprochenen Menschheitsbeglückungen nicht so recht einstellen wollen? Egal! Wir sind Linke, wir haben immer recht und wir irren uns nie. Und wir werden sehr böse, wenn man uns auf den Murks hinweist, den wir angerichtet haben. Dann müssen wir schreien und mit dem Fuß aufstampfen, Fenster entglasen und Gegenstände werfen. Und wir können uns am Ende erst beruhigen, wenn Mutti uns mit Geschenken aus der Steuerkasse tröstet.

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Bewerbungsgespräch. Narrenzeit.

„‚Ne Schwäche habe ich klar in Spachen und so — aber dafür ’ne krasse Stilsicherheit. Ich hätte ’ne Masse Ideen zu Ihren Hoteluniformen …“

Karikatur aus dem Jahre 2010.

Job Interview. Time of fools.

„‚I clearly have a weakness when it comes to languages and all that  — having said that I have a blatant sense of style. I would have a mass of ideas on your hotel uniforms …“

Caricature as of 2010.

Conny Zuseh: Software-Patente.

Auf dem Bildschirm des IT-Leiters Conny Zuseh prangt eine anwaltliche Abmahnung: „Sie verletzen des Blackscreen-Software-Patent!“ Fassungslos ringt Zuseh nach Worten: „Aber der Rechner ist doch noch nicht mal eingeschaltet!“

Karikatur aus dem Jahre 2004.

Conny Zuseh: Software patents.

On the computer screen of the IT admin Conny Zuseh a lawyer’s cease and desist letter shines forth: „You hurt the blackscreen software patent!“ Stunned, Zuseh struggles for words: „But the computer is still not even switched on!“

Caricature as of 2004.

Conny Zuseh: Achtung, Gentleman-Würmer!

„Guten Tag! Ich bin der Wurm Hypno-SE mit Sprachfähigkeit und habe jetzt Ihren Rechner unter Kontrolle! Auch Sie sind jetzt in meiner Gewalt! Rechte Hand hoch, linke auf die Tastatur. Das Fluchen bitte einstellen! Und nun geben Sie liebenswürdigerweise Ihre PIN-, TAN- und Kreditkartennummern ein. Danke für Ihre Mitarbeit!“

Karikatur aus dem Jahre 2004.

Conny Zuseh: Attention, Gentleman-Worms!

„Greetings! I am the worm Hypno-SIS with language ability and now have your computer under control! You also are now under my control! Right hand up, left hand on the keyboard. Stop cursing please! Now enter your PIN kindly, your TAN and credit card numbers. Thank you for your cooperation!“

Caricature as of 2004.

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Immer gesund sein ist unsolidarisch und macht krank.

Im Personalbüro: „Es ist soweit! Auch ich muß mich krank melden!“ „Sie? Sie sind doch sonst nie krank!“ „Richtig … meine Kollegen, die ständig krank sind, mobben mich deshalb seit Jahren! Bin seelisch am Ende …“

Karikatur aus dem Jahre 2013.

Always being healthy is divisive and makes sick.

In personnel office: „It’s time now! I also have to call in sick!“ „You? You’re normally never sick!“ „Right … my colleagues who are constantly sick therefore are bullying me for years! I’m mentally exhausted …“

Caricature as of 2013.