Kategorie: Beust

Die Affäre Christian von Boetticher.

Christian von Boetticher war bis Mitte August 2011 Landesvorsitzender der  CDU Schleswig-Holstein (seit September 2010), stellvertretender schleswig-holsteinischer Ministerpräsident (seit Juli 2009), CDU-Fraktionsvorsitzender im Kieler Landtag und galt zugleich als Spitzenkandidat dieser Partei für die Landtagswahl 2012. Er trat von allen Ämtern zurück, nachdem Anfang August 2011 eine mehrmonatige Liebes-Liason von Böttichers mit einer 16-jährigen jungen Frau öffentlich bekanntgeworden war, dem Vernehmen nach eine Facebook-Bekanntschaft. Diese Beziehung habe aus dem Jahr 2010 datiert. Ein strafrechtlicher Verstoß lag nicht vor, da seine Partnerin zur Zeit der skandalisierten Beziehung nicht unter 16 Jahre alt war. Gleichwohl zogen die Parteifreunde von Boettichers eine andere rote Linie, die ihn moralisch als Rechtsverletzer dastehen ließ. Im Bild rufen die CDU-Heuchel-Kellergeister Wulff und Seehofer dem öffentlich Angeprangerten zu: „Ein Kind hättste ihr schon machen müssen…“. Heuchel-Kellergeist von Beust läßt sich ein: „Oder ’nen Jungkerl nehmen …“ Heuchel-Kellergeist de Jager: „… so ist leider die rote Linie überschritten!“ Im Hintergrund überrollt Heuchel-Kellergeist Angela Merkel gerade auf einem Bulldozer „Euro-Rettung“ die Gesetzes-Grenze. (2011).

Hamburgs Erster Bürgermeister sucht einen Kultursenator.

2001. Im Hamburger Senat ist der Posten des Kultursenators vakant. Der Erste Bürgermeister und Chef des Senats, Ole von Beust (CDU), sucht einen Nachfolger. Vor ihm liegt das Telefonbuch, aus dem er bereits fleißig Personen, die auf Anruf abgesagt haben, ausgestrichen hat. „Moin – von Beust ist mein Name! Wollen Sie nicht Kultursenator werd… aufgelegt!“ (2001).

Unelegante Elefantenhochzeit.

Der Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, Ole von Beust (CDU) und die Ministerpräsidentin des Landes Schleswig-Holstein, Heide Simonis (SPD), assistieren bei der Durchführung einer Elefantenhochzeit. „Du hast Verständnis, daß ich dich nicht über die Schwelle trage?“ Im Juni 2003, also acht Monate nach Erscheinen dieser Karikatur, fusionieren die Elefanten, die Hamburgische Landesbank und die Landesbank Schleswig-Holstein zur HSH Nordbank AG, die anders als die beiden Fusionspartner die Rechtsform einer Aktiengesellschaft innehat. Wenige Jahre später, nach Ausbruch der Bankenkrise, sieht sich das Institut in einer akuten Finanznotlage und muß mit finanzieller Unterstützung der beiden Eigentümerländer über Wasser gehalten werden (steuerfinanzierte Kapitalzufuhr und „Zweitverlust-Risikoabschirmung“ in Milliardenhöhe, 2009).

Hamburg: Geschichte eines Triumvirats.

Gemeinsam für Hamburg. Nach den Bürgerschaftswahlen im September 2001 erreichen drei Koalitionäre die Regierungsübernahme: (von links nach rechts) Ronald Barnabas Schill, ehemals Richter, Partei Rechtsstaatlicher Offensive (PRO), wird Innensenator, Ole von Beust, Rechtsanwalt, CDU, wird Erster Bürgermeister, Rudolf Lange, Konteradmiral a.D. , FDP, wird Bildungs- und Sportsenator, später auch Chef der Kulturbehörde. Schill wurde im August 2003 aus dem Amt entlassen, Lange trat im November desselben Jahres zurück. Im Dezember 2003 löste von Beust die Regierungskoalition auf, da er nach Austritten von PRO-Abgeordneten die Mehrheit in der Bürgerschaft verloren hatte. 2004 fanden Neuwahlen statt, in denen die CDU die absolute Mehrheit errang. PRO und FDP verfehlten die 5%-Marke und zogen nicht wieder in die Bürgerschaft ein. (Karikatur aus November 2003).

Ole von Beust trifft eine gute Fee.

Die Last mit der Quote. Suche nach einer Kandidatin für die Neubesetzung des vakanten Kultursenator-Postens in Hamburg. (2002). Ole von Beust: „Ich wünsche mir eine Frau, …“ — Fee: „Es sei!“ — Ole von Beust: „… die das Zeug zur Kultursenatorin hat!“–  Fee:“Ich sagte: ein Wunsch!“ Herbeigezaubert wurde im Bild Dana Horáková, eine Journalistin, die das Amt der Kultursenatorin von 2002 bis 2004 innehatte.

Gönnerhaftes Lob.

Zwei Behausungen mit Blick aufs blaue Meer: Hamburgs Bürgermeister von Beust (CDU) blickt von der Balustrade seiner „Villa Wachstum“ auf die bescheidene schleswig-holsteinische Fischerhütte „Villa Wahre treu was schwer errungen“ der Ministerpräsidentin Simonis (SPD): „Schönes Schild haben Sie da, Frau Nachbarin!“ (2002).