Kategorie: Bundesminister

Kuddel Schlau: eine pastose Masse; nicht Fisch, nicht Fleisch.

Die leeren Versprechungen der Politik, hier zum Thema Arbeitsmarkt. Schleswig-Holsteins Ministerpräsidentin Heide Simonis (SPD) läßt aus der Großtube „Strategiepapier“ einen Strang Versprechungsmasse auf den Teller quellen („Probieren Sie mal das hier!“), der Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit, Wolfgang Clement (SPD), produziert desgleichen aus einer Tube „Politisches Konzept“ („Das hier ist auch sehr gut!“). Auf dem Teller findet Kuddel Schlau schließlich statt des erwarteten Bratens „Arbeitsplätze“ wieder mal nur einen Riesenhaufen undefinierbarer Ersatzpaste („Greifen Sie zu, wir haben noch mehr davon!“). (2003).

Kuddel Schlau: Konjunkturausblick mit dem Finanzminister.

„Sollen die anderen doch unken! Ich blicke positiv in die Zukunft! Die Konjunktur wird sich erholen! ICH sehe die 1,5 Prozent Wachstum für 2003!“ läßt sich der Bundesfinanzminister Hans Eichel vernehmen. Doch wie es immer ist mit Politiker-Voraussagen – sie sind wackelig, besonders, wenn sie die Zukunft betreffen. Unerwartete Entwicklungen bedeuten meistens, daß die Steueruntertanen um mehr Geld angehauen werden – mit freundlicher Haftandrohung für den Fall, daß man sich knickerig zeigen sollte. „Oh, jetzt ist die Zeit schon wieder um“, schallt es vom Fernrohr, „hätten sie wohl noch’n paar Steuergroschen?“ (2003).

2005: Marineschule Mürwik versteigert "Westwind" und "Ostwind".

Die Marineschule Mürwik, Flensburg, verfügt bis zum 30.9.2005 über zwei Ausbildungs-Segelyachten namens „Westwind“ und „Ostwind“, die in der Seglerszene einen legendären Ruf besitzen. Es handelt sich um zwei seltene, sogenannte 12 mR-Yachten, berühmt für ihre Größe, ihre eleganten Linien und ihr seglerisches Potential (Geschwindigkeit). Gebaut wurden sie in den dreißiger Jahren. An jenem letzten Septembertag 2005 werden die beiden Yachten durch die Bundeswehr versteigert, die sie aus Kostengründen nicht länger unterhalten will. Diese Karikatur entstand in der Zeit, als die Versteigerungspläne in der Öffentlichkeit bekannt wurden. Der damalige Verteidigungsminister, Peter Struck (SPD), ruft den Offizierskadetten als oberster Dienstherr ermunternd zu: „Wie gesagt, Leute: die 12er-Tradition wird weiterleben!“ Wenn auch in anderem Sinne als zuvor. (2004).

Standortpolitik und Bundeswehr.

Uralte Militärtricks. „Wer Standortschließungen am ehesten verkraften kann –  einen Schritt vortreten!“ Das Kommando erteilt: Peter Struck, Bundesminister der Verteidigung, SPD. Einen Schritt vor den anderen Bundesländern bleibt stehen: Heide Simonis, Ministerpräsidentin des Landes Schleswig-Holstein, SPD. (2003).