Kategorie: Datenschutz

Lauschangriff. Datenschutz.

Der schleswig-holsteinische Landesbeauftragte für den Datenschutz, Helmut Bäumler, brüllt ins Telefon, ins Ohr der Spitzel, Horcher und Gucker: „Übertreibt ihr’s nicht ein wenig?“ (2003).

Advertisements

Hansi Handel: E-Government.

„Frieden auf Ihrem Schreibtisch!“verspricht ein grünes Plakat der staatlichen Finanzverwaltung, und weiter „E-Government erspart Ihnen Papierkrieg!“ Frohgemut beschafft sich Hansi Handel das Softwarepaket zur Steuererklärung auf dem Finanzamt und trägt es nach Hause. Dort bleibt es indessen nicht allein, und mit der Freiwilligkeit der elektronischen Datenübermittlung an diese und jene staatlich ermächtigten Datenstaubsauger ist es auch bald vorbei – sie wird zur gesetzlich vorgeschriebenen Pflicht: Auf Hansis Schreibtisch stapeln sich die Kisten der unterschiedlichsten Softwarepakete, Lizenzverträge, Handbücher und Nutzungsbedingungen. Fazit: Wenn der Staat seinen Steueruntertanen etwas verspricht, sind letztere stets gut beraten, wenn sie sich darauf einstellen, daß das Gegenteil der staatlichen Versprechungen Wirklichkeit werden wird. (2003).

Immer wieder Datenschutzpannen bei der Altpapier-Entsorgung.

Ein Mann am Schreibtisch seines Büros. Verblüfft spricht er in sein Telefon: „Wie jetzt? Ich hab‘ meine Stellungnahme zur Aktensicherheit doch noch gar nicht an Sie abgeschickt?“

Am anderen Ende der Leitung ist der Landesbeauftragte für den Datenschutz in Schleswig-Holstein, Helmut Bäumler: „Nö – aber in den Müll geworfen!“ Per Mobiltelefon kommuniziert er aus dem Altpapiercontainer, woselbst er die erwähnte Stellungnahme bei einer Kontrollinspektion entdeckt hat, nebst anderen vertraulichen, geheimen und höchstgeheimen Akten, die dort gar nichts verloren haben. (2001).

Gengütetest. Versicherungsmathematik.

1. Gengütetest: Hand einlegen. 2. Risikenliste entnehmen.
Grünner: „Mit dieser Erbgutproblematik werden Sie sich die Lebensversicherungsprämie kaum leisten können!“
Baas: „Sie aber auch nicht, weil Sie mit Ihren Super-Genen der einziger Versicherte sein werden!“
(2012).

Elektronische Gesundheitskarte.

Im Restaurant. Bezahlen mit Kreditkarte. Der Kellner hat die Karte ins Lesegerät eingesteckt. Auf dem Schirm erscheinen medizinische Diagnose- und Therapiedaten.

„Verzeihung … das ist gar nicht ihre Kreditkarte … und wenn Sie auf Ihren Arzt gehört hätten … hätten Sie auf Ihren Nachtisch besser verzichtet!“

(Erschienen 2007.)