Kategorie: Handy

Prekäre Beschäftigung.

Wieviele Millionen Menschen müssen ihren Lebensunterhalt mit Minimaleinkommen bestreiten? Als 400-Euro-Arbeiter oder gar als Ein-Euro-Arbeiter? Wieviele sind als Zeitarbeiter im Ungewissen über ihre finanziellen Verhältnisse im kommenden Halbjahr oder Monat? Die monatliche Arbeitslosenzahlen-Jubelmeldung im Fernsehen gibt darüber meist keine Auskunft.  Die Zeiten sind vorbei, als die Gewerkschaften „Samstags gehört Vati mir“ plakatierten und den freien Samstag forderten. Heute werden Familienväter, und wohl wegen der „sozialen Gerechtigkeit“ auch die -mütter, zwischen den Steuerforderungen des Staates und den Konsumbedürfnissen der Kinder aufgerieben. Da heißt es nötigenfalls auch am Sonntag anschaffen gehen. Wer wollte den Kleinen den geübten Umgang mit „Smartphones“ und „Apps“ vorenthalten? Diese teure Elektronik, die schnell einmal in der Waschmaschine oder auf dem Straßenpflaster ihren Geist aufgibt, will finanziert sein. Es gilt: Chancen sichern, damit die Kleinen sich, wenn sie groß sind, im Fiskal-Hamsterrad gut zurechtfinden. In der Arbeitspause sollen die Großen auch noch schnell neue Kinder machen, aber die werden ihnen vom fürsorglichen Staat dankenswerterweise schnell weg-  äh – abgenommen, damit die Pause im Hamsterrad nicht zu groß wird. „Samstags gehört Vati mir, aber Sonntags in den Zweitjob.“ Das war meine Karikaturformulierung von 2004. Heute müßte sie, nach allem, was inzwischen geschehen ist, passenderweise eher lauten: Wenn Papa samstags nicht auf der Arbeit erscheint, braucht er dort sonntags eine gute Entschuldigung.

Precarious employment. How many millions of people have to earn their livelihood with minimal income? As a 400-Euro-worker or even a one-euro-worker? How many are as temporary workers in the dark about their financial situation in the next half year or month? The monthly unemployment-cheering message on television shows usually no information about that issue. The days are gone when the unions announced on posters „On Saturdays, my dad’s with me“  and demanded the free Saturday. Today, fathers, and probably because of the „social justice“also mothers, are torn between the demands of state taxation and the consumption needs of their children. So it may become necessary to make a living also on Sundays. Who would deny one’s children proficient use of „smart phones“ and „Apps“? This expensive electronics that conks out easily in the washing machine or on the pavement wants to be financed. The following applies: save chances so the little ones, when they are grown-ups, can navigate the fiscal hamster wheel well. In the work break the big ones are expected making new children quickly, but the babies will be taken away by caring state so the break in the rat race becomes not too large. „On Saturdays, my dad’s with me, but Sunday in the second job.“ That was my caricature formulation of 2004. Today it would have to be after all that has now happened, rather aptly: If Dad does not appear at his workplace on Saturdays, he will need a good excuse there on Sundays.

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