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Kuddel Schlau: Bildschirmschoner.

Inspiriert von einem Dauer-Power-Tower-PC mit Bildschirmschoner „Aquarium“ im Schaufenster des Fachhändlers baut sich Kuddel Schlau selbst einen Computer. Sein Kumpel Karo bewundert das fertige Werk: „Der Bildschirmschoner … wie echt! Tastatur im Retro-Look! Wieviel Arbeitsspeicher hat er denn?“ Antwort: „300 Liter!“

Comic aus dem Jahr 2000.

Die Regierung Merkel fördert die Technologieentwicklung.

Milliarden-Zuwendung aus Steuermitteln, die Früchte trägt. Die schönsten Technologiefrüchte (Transrapid, Sicherheitstechnik und andere) landen am Ende im Ausland.

Karikatur von 2006.

The German Merkel government promotes technology development.

Billion-funding from tax revenues, which is bearing fruit. Most beautiful technology fruits (Transrapid, safety technology and other) land at the end abroad.

Caricature as of 2006.

Exkurs: Der Führerschein des Tagebuchverfassers.

Der Führerschein Otto Isensees, ausgestellt am 7. Mai 1930 durch den Polizeipräsidenten in Hannover, Liste Nr. 1244/30. Hier eingescannt mit dem ursprünglichen Paßfoto. Wann dieses Foto aufgenommen worden ist, ist mir nicht bekannt. Es dürfte aber, wegen der exakten Formateinpassung in den Vordruck, eigens für diesen Zweck gefertigt worden sein und Isensee somit im Alter von 22 Jahren zeigen. Das Führerscheindokument zeigt den Text „Herr …  ist auf Grund der vor dem amtlich anerkannten Sachverständigen …“. Möglicherweise gab es für Frauen einen gesonderten Vordruck. (Dem Vernehmen nach mußten Frauen bis zum Jahr 1958 die Genehmigung Ihres Ehemannes oder ihres Vaters vorlegen, wenn sie eine Fahrerlaubnis erwerben wollten. Wahrscheinlich war es im Jahre 1930 eher selten, daß Frauen einen Führerschein erhielten, so daß auf dem Vordruck nicht die Formel „Herr/ Frau“ erscheint.)

Der Führerscheinvordruck sieht drei Möglichkeiten des Antriebs vor, für die die Ermächtigung zum Führen eines Kraftfahrzeugs erteilt werden konnte: Verbrennungsmaschinen, Elektromotoren und Dampfmaschinen. Otto Isensee erwirbt vorliegend die Ermächtigung zum Führen eines Kraftfahrzeugs der Klasse 1 (Motorrad, Motorkraftrad) mit Verbrennungsmotor.

Der Stempel des Polizeipräsidenten und die Gebührenmarke zeigen den Wappenadler des Freistaates Preußen, in dessen Provinz Hannover der Führerschein ausgestellt wurde.

Im Jahre 1960 legte Otto Isensee eine Ergänzungsprüfung zum Erwerb der Fahrerlaubnisklasse 3 (PKW mit bis zu 7,5 Tonnen tatsächlichem Gesamtgewicht, maximal 3 Achsen) ab. Bei der Eintragung dieser Erlaubnis in den vorhandenen Führerschein wurde das Paßbild erneuert und mit dem Rundstempel des Landkreises Gifhorn (Bundesland Niedersachsen) versehen. Wann dieses Passbild aufgenommen worden ist, ist mir nicht bekannt. Wahrscheinlich aber vor 1944, dem Jahr, in dem die sowjetrussische Kriegsgefangenschaft Isensees begann.  Ferner hat Isensee eine neue Unterschrift geleistet.

Die Seiten 1 und 4 des oben bereits in zwei Fotos gezeigten Führerscheins. Stempelvermerk über die abgelegte Ergänzungsprüfung für die Führerscheinklasse 3 vom 11.11.1960 auf der Seite 4.

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Der Weg in die Gefangenschaft: Kriegstagebuch. 25. April bis 28. April 1943.

((In HANNOVER-BOTHFELD, Provinz Hannover, Preußen, Scharnhorst-Kaserne.))

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Sonntag, 25. April 1943.

Gestern war ich noch zum Kino „Die goldene Stadt“  habe ich mir angesehen. Der 1. gute Farbfilm, den ich gesehen habe. Man muß sich erst an die Farbenpracht gewöhnen. Er steckt auch voll tiefer Probleme. Heinr. Thieles Vater war da. Ich habe ihn zur Bahn gebracht – Heute morgen haben wir das MG 34 geprüft. Alle Teile uns angesehen u. die Funktion studiert. Ausgehen kann ich heute nicht, ich habe Bereitschaft.

Montag, 26. April 1943.

Nachmittags zum Pferderennen gewesen. Es waren sehr schöne Pferde am Start. Ich habe mir aber nur 4 Rennen von 10 angesehen, Es war kalt und windig. Mit Kamerad Leonhardt bin ich dann ins Kino gegangen. „Späte Liebe“ ein ganz netter Film, nicht so kitschig übertrieben. Mit Mühe u. Not habe ich noch eine Karte bekommen. – Der Dienst geht so lala weiter, es wird ja allerlei in uns reing((…?)).

Dienstag, 27. April 1943.

Ein langer Tag war heute. Bis nach 20.00 war Dienst. Dann bin ich noch schnell zu Margar. heruntergesaust, um mir meinen Osterkuchen zu holen. Ich habe dort gegessen ((sic, gemeint ist wohl: gesessen, gw)) wie auf heißen Kohlen, sie kam und kam nicht. Es wurde 22.00 Uhr. Sie Straßenbahn fährt 45 Minuten u. Um 23 Uhr mußte ich in der Kaserne sein. An der Straßenbahnhaltestelle haben wir uns dann das Wichtigste erzählt.

Mittwoch, 28. April 1943.

1 Stunde Reiten war eine angenehme Betätigung. Es ist nur zu wenig, 2mal in der Woche, da kann man es nicht lernen. 2 Kfz. Unterricht war. Wir sollen auch den Führerschein machen. Das ist mir ganz lieb. Da habe ich ihn denn für Civil auch gleich oder mit wenig Mühe. ((Dazu kam es anscheinend nicht mehr. Otto Isensee erwarb seinen Motorradführerschein — Klasse 1– im Jahre 1930. Dieses Führerscheindokument weist eine bestandene Ergänzungsprüfung für PKW — Klasse 3 — im Jahre 1960 aus. Eine wie auch immer geartete Übertragung einer militärischen Fahrerlaubnis ist nicht vermerkt, gw)) – Meine Feldbluse habe ich umgetauscht, die andere, obwohl sie gut war, konnte ich nicht anziehen.

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