Kategorie: kälte

Tagebuch, Band Januar 1945 bis Juni 1945: 27. März (Fortsetzung) bis 30. März 1945.

(Linke Seite).

(Fortsetzung des Eintrags vom 27.3.45.)

Die milit. Nachrichten besagen, daß Karlsruhe eingenommen ist, ebenso Offenbach/ M.. Der Abendvortrag „Musische Erziehung“ war ausgezeichnet! Es war wie eine Vorlesung. Wie habe ich es bedauert, daß ich mit Klaus und Uta ((die Kinder des Tagebuchverfassers, geboren 1937 und 1939, gw)) nicht gleich musische Erziehung beginnen kann.

Mittwoch, 28.3.45. Es ist saukalt, -32° sollen vor der Küche gemessen sein! Trotzdem in der Sonne ist es an windgeschützten Stellen warm. – Heute habe ich mich beim BdO eingetragen. – Rumänen, Italiener u. Ungarn sind heute weggekommen, wahrscheinlich in ein eigenes Lager. – Eine neue Platzbelegung in den Baracken erfolgt. – Ich denke soviel nach Hause! – Heute hab es 250g Wbr. u. 350g Schwbr. Ostern soll Gulasch m. Salzkartoffeln geben. – Zahnbürste u. Zahnpulver habe ich heute gekauft. 5 Rubel u. 2.5 Rubel. Der Vortrag „Die Familie in der deutschen Dichtung“ war ausgezeichnet. Ich habe dabei unsere ganze 9jährige Ehe nochmal durchgelebt. Vor allem die Geburt u. das Wachsen der Kinderlein. Der Vortrag hat mich innerlich sehr gepackt.

Donnerstag, 29.3.45. Es ist wärmer geworden. Heute morgen war leichter Schneefall, jetzt taut esm auch ohne Sonne. – Karfreitag u. Ostern sind arbeitsfrei, d.h. keine Außenkommandos. Gestern ist die Umbelegung innerhalb der

(Rechte Seite)

Baracke erfolgt, nun spricht man schon wieder von einer Verlegung aus der Baracke heraus. – Heute sind die letzten 100g Brot abgezogen, es gab nur Schwbr.. Ich habe immer einen mächtigen Hunger, werde nie satt. Vor Hunger rauche ich schon die Pfeife. Das Essen ist ja gut, aber nur zu wenig. – Im Westen kommen die Gegner schnell vorwärts, wir rechnen damit, daß im Mai der Krieg zu Ende geht. Der Vortrag „Die Familie im Spiegel der bildenden Kunst“ war hervorragend!

Freitag, 30.3.45. Heute ist Karfreitag! Wie sehr denke ich nach Hause! Die Westfront soll auf 400 km Breite zusammengebrochen sein. Gelsenkirchen ist genommen. Die Alliierten stehen 25 km vor Münster. – Heute morgen war ich wieder zum Kartoffelnschälen. – Es ist ohne Sonne ausgesprochen Tauwetter, der Schnee sackt sehr zusammen. – Heute soll die Baracke geräumt werden. – Wir bekamen heute gleich Brot für morgen mit. Wir nehmen an, daß der BdO bald nach dem Waffenstillstand aus der Gefangenschaft entlassen wird. – Heute habe ich mich als Mechaniker für die Flachsfabrik gemeldet. Ich soll so schnell wie möglich anfangen. Die Bekleidungsfrage habe ich geregelt. – Nachmittag war ich zu einer litig.((?)) Feier.

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Tagebuch, Band Januar 1945 bis Juni 1945: 19. März (Fortsetzung) bis 23. März 1945.

(Linke Seite)

(Fortsetzung des Eintrags vom 19.3.45.)

unserer Baracke sind immer daran beteiligt. Es ist sehr kalt dabei im Raum. Der Zyklus der Woche lautet: „Querschnitt durch deutsches Kulturschaffen“. Er verspricht sehr gut zu werden. Ich war beim Zahnarzt. Die Plombe ist noch längst nicht raus. Er konnte nicht bohren, da das Handstück nicht in Ordnung ist. Ich habe es mir angesehen, vielleicht kann ich es reparieren. Nach Beendigung der Quarantäne will er mit mir zur Werkstatt gehen, (Der Tagebuchverfasser hatte zu Beginn seines Berufslebens bei der Firma Wilhelm Richter in Hannover eine Ausbildung zum Feinmechaniker mit abschließender Gesellenprüfung absolviert. Diese Firma stellte zahnärztliche Instrumente her, gw)) Da gehe ich vorläufig nicht zur Flachsfabrik. Der Vortrag „J.S.Bach“ war sehr schön, man spürte den Musiker im Vortragenden. – Heute vor 9 Jahren war unsere standesamtliche Trauung!

Dienstag, 20.3.45. Gleiches kaltes Winterwetter. Wir sehnen uns so nach ((…?)) u. Wärme. – Unser Butterschmalz schlagen wir immer, es wird fest wie Schlagsahne. Nachmittag hatten wir wieder das Schatzkästlein! Ganz ausgezeichnet! Mozart, Weber, Weinheber, Hebbel, Schubert, C.F. Maier, Münchhausen, Hölderlin. – Es war ein Genuß!  Gedichte, Chor, T((…?)).- Von 22-24.00 hatte ich Wache.

Mittwoch, 21.3.45. Neues Schneetreiben hat eingesetzt. Es ist aber wärmer geworden.

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Heute habe ich Essenholer-Dienst. – Gestern hab((…?)) die Rede Weinerts, Präsident des N.K. bei der Gründung desselben gehalten. – Es ist Tauwetter übertag. – Heute sind 6 100g Schwarzbrot einbehalten. – Osterstollen getauscht . – 50g Tabak = 300g Brot, 30g Fett  = 200g Schwarzbrot, 3 Zuckerportionen = 400g Brot – Der Abendvortrag „Die Werke J.S. Bach“ war wieder sehr schön.

Donnerstag, 22.3.45. Es wird Tauwetter aber wie lange? – Ich habe 30g Butter gegen 300g Schwarzbrot u. 200g Weißbrot gegen 300g Schwarzbrot getauscht. – Um 9.30 mußte ich mit anderen 200 Herren zum Schneeschippen! Viel zu schippen war nichts, aber 18km Weg waren zurückzulegen, der machte müde. Abends hatten wir dann Mittag- u. Abendessen zugl.. Die Kohlsuppe war sehr dick mit viel Fisch! – Abends ein Vortrag: „Querschnitt durch ein deutsches Verlagswesen.“ Es handelte sich um den Verlag Herder, Freiburg. Sehr interessant. Zum Verlag Herder gehören noch Karl Alber Verlag u. Christopherus-Verlag.

Freitag, 23.3.45. Sehr gut geschlafen. Trotzdem ich gestern viel getrunken habe, bin ich nur 1 mal draußen

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Tagebuch, Band Januar 1945 bis Juni 1945: 15. März (Fortsetzung) bis 19. März 1945.

(Linke Seite).
(Fortsetzung des Eintrags vom 15.3.45).

Nachmittag hatten wir nochmal einen Vortrag „Jagderlebnisse“ ganz interessant. Abends war ein ((?…)it Vortrag über das Manifest des B.d.O.. Ich werde in den nächsten Tagen eintreten. Gestern war noch den ganzen Tag Tauwetter. – Wir befinden uns 460 km nordostw. Moskaus, 360 km von Leningrad an der Bahnstrecke Moskau-Leningrad. Wie das Nest heißt, weiß ich nicht.

Freitag, 16.3.45. Heute vor 9 Jahren habe ich in Kiel Examen gemacht. ((Es war ein Examen für das Lehramt an Schulen, gw)). Ja, das waren noch „Hochzeiten“. Geschlafen habe ich noch gut diese Nacht. – Für den Osterkuchen werden 180g Butter, 120g Zucker u. 600g Brot einbehalten. Gestern haben wir Pritschen gesäubert, da kamen Wanzen zum Vorschein! Gestern war ein Vortrag „Rassenkunde, Vererbungslehre u. nationals. Weltanschauung“. Ich habe heute meine Wickelgamaschen fertig gemacht. Sie wärmen prima. Heute hat die 8. Gr. Barackenwache. Der Vortrag abends „Deutsche Landschafts

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bilder war sehr interessant. Es hat wieder leichten Frost gegeben. Die Qualität des Essens ist sehr gut, die Quantität läßt zu wünschen übrig. Ich habe den ganzen Tag Hunger.

Sonnabend, 17.3.45. Schneegestöber von feuchtem Schnee empfing mich heute draußen. Nachmittag hörte es auf, es scheint wieder Tauwetter zu geben. – Die Baracke 9 ((Folge von Stenozeichen)) geheizt, ((Folge von Stenozeichen)) Tag im Pullover. Als Abschluß unseres Zyklus folgt heute abend noch eine Löns-Lesung. Ich trage mich mit dem Gedanken, in der Flachsfabrik als Schlosser zu arbeiten. Es gibt außer außer unserer Verpflegung dort eine Suppe u. 200g Schwarzbrot. Ich muß aber erst BdO-Mitglied werden. – Sonnabendnachmittag, wie schön wäre es da zu Hause!

Sonntag, 18.3.45. Es ist ziemlich kalt draußen. Die 2. u. letzte Butterportion wurde abgezogen für den Osterstollen. Die Fischsuppe heute mittag war tadellos, auch der Haferbrei. Vormittag Spaziergang, nachmittag 1/2 St. Schnee geschaufelt. Ich lese eben den Faust, von einem Kameraden geliehen! Abends ein sehr interessanter Vortrag: „Tschangkaitschek baut einen neuen Staat“, gehalten von einem Herrn der Ostasien-Abt. des Ausw. Amtes.

Montag, 19.3.45. Es ist gleich kaltes Wetter. Von 7.00 – 9.00 Kartoffeln geschält. 38 Mann

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Tagebuch, Band Januar 1945 bis Juni 1945: 12. März (Fortsetzung) bis 15. März 1945.

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(Fortsetzung des Tagebucheintrags vom 12.3.45.)

einwandfrei. Gestern war Gesundheitsbesichtigung. Wer mager ist u. schlecht aussieht, kommt ins Lazarett zur Erholung. Jeder Tag ist ein obligat. Spaziergang angesetzt. Heute wurde die Baracke mit Chlor gespritzt. – Für einen Osterkuchen werden eben 2 Butterportionen, Weißbrot u. Zucker einbehalten. – Die milit. Meldungen lassen auf ein baldiges Kriegsende schließen! – Heute nachmittag war ein Vortrag über „Der Eid“ von einem Pastor (Lt.) gehalten. Diese Aufklärung veranlaßt mich weiterhin dem B.d.O. beizutreten.

Dienstag, 13.3.45. Am 11.3. ist Hpt. Rautenberg hier im Lazarett gestorben. Er hat im Waggon Lungenentzündung bekommen. – Die Löns-Lesung gestern abend war sehr schön. – Ich habe wieder starken Durchfall gehabt heute nacht. Meine Schienbeine machen mir keine Beschwerden mehr. Ein Glück! – Die Tage fließen langsam dahin, ich denke viel an meine Lieben u. die geliebte Heimat, über die nun so furchtbares Elend kommt. – 15.30 brachte unser Trio Schatzkästlein eine lustige Stunde, da wir noch beim Essen war. Bri((…?)) – schwäbischer Humor war die Stunde betitelt. Chor u. Trio waren wieder

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ausgezeichnet. Meine Zehe ist fast heil, ich war beim Arzt heute. Abends gab es „Auf Hirsch- u. Gamsjagd im deutschen Hochgebirge“. Mit viel Jägerlatein lustig  ((…?)).

Mittwoch, 14.3.45. Draußen ist Föhnstimmung, im Vorraum taut es. Der Frühling ist sicher aber noch weit. Ich habe gut geschlafen. Gestern abend hatte ich einen Nachschlag in Erbsensuppe, ausgezeichnet. In der Baracke toben nachts viel Ratten. Ich habe einen kleinen Schnupfen. Vormittag ein Vortrag „Staatsformen“, er brachte nicht viel Neues! – Ich nähe Beutel u. Beutelchen für meine Sachen. Heute gab es Seife u. 100g Tabak. Es ist tadellose Toiletten-Seife. Immer wenn ich dieses Buch ausfülle, beschaue ich hinterher täglich meine Aufnahme((n)) von zu Hause, die mir Gott sei Dank geblieben sind. Dadurch bleibt in mir alles so lebendig. Was mag unsere Mutter u. unsere Mutti wohl denken? – Nachmittag hatten wir einen Vortrag in der Reihe „Durch deutschen Wald u. deutsche Flur“. „Jagderlebnisse im deutschen Mittelgebirge“ (Westerwald, Taunus, Hunsrück). Er war ausgezeichent.

Donnerstag, 15.3.45. Das Tauwetter hat den ganzen Tag gestern angehalten. Man atmet auf! Heute morgen steigt ein herrlicher Sonnentag herauf, wir haben nur leichten Frost. Ich habe Freiübungen gemacht heute morgen.

Tagebuch, Band Januar 1945 bis Juni 1945: 1. März bis 5. März 1945.

Donnerstag, 1.3.45. Wir sind seit Mittwoch nicht mehr vorangekommen. Die Nacht war nicht so kalt, draußen wärmer u. wir hatten Holz. Essen war auch da u. ist noch für 3 Tage da, dann sollen wir da sein. Wir bekommen seit gestern einen H((…?)g, er schmeckt ausgezeichnet. Der Heering ((?)) macht durstig; wir hätten gern mehr Wasser. Vom geschmolzenen Schnee habe ich heute Tee gemacht. Er schmeckte nach Petroleum, aber was macht das schon.  Wir bekommen immer Trockenbrot. Einen Bart habe ich mir wachsen lassen, Aber ein schöner Bart ist es, der schönste im Waggon, wie festgestellt wird. – Rezepte wurden besprochen: Ein= in der Woche fleischlos: Brot + Rotebeete, Sellerie((…?)), Gurke usw. – Läuse haben wir Gott sei Dank nicht! – Meine Beine machen mir keine Beschwerden z.Zt..

Freitag 2.3.45. Um Mitternacht halten wir noch auf dem gleichen Bahnhof. Es geht nicht voran. Die Nacht war einigermaßen. Feuerung haben wir. Draußen ist es nicht so kalt. Es weht Schnee. – Die Gespräche gingen um den Gemüsebau. Tomaten verlangen Jauche u. Kali.

Sonnabend, 3.3.45. Wir halten noch am gleichen Platz! Wann geht es nur weiter. Hpt. Beer u. Rautenberg sind krank. – Mein Furunkel-Trio, das mir zu Anfang der Reise viel Beschwerden machte, ist abgeheilt.

Sonntag, 4.3.45. Heute hat unser Vater Geburtstag. Ob er gesund ist? Draußen ist es kälter geworden. Es ist viel Schnee draußen, gegen Mitternacht setzte sich unser Zug in Bewegung. Wir sind etwa bis heute mittag 50 km vorangekommen.

Montag, 5.3.45. In der Nacht sind wir gut vorwärts gekommen. Um 9.00 früh etwa, wir hatten gerade gefrühstückt, hieß es plötzlich aussteigen! Beer u. Rautenberg mußten mit dem Krankenwagen transportiert werden. Wir waren am Ziel! Viel Schnee lag draußen, das Wetter war aber wunderschön. Im losen Schnee stampften wir aus, die wir 4 Wochen keinen Schritt gemacht hatten!  Es war eine große Anstrengung. 6 km müßten wir zurücklegen. Mit ungeheurer Spannung erwarteten wir natürlich das Stammlager von dem wir uns soviel versprachen.

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Tagebuch, Band Januar 1945 bis Juni 1945: 25. Februar bis 28. Februar 1945.

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Sonntag, 25.2.45. Wir halten um Mittag immer noch auf der gleichen Station! Und kalt wird es wieder in der Nacht! Ich schlief die 2. Tour, bin aber schon vor 8.00 aufgestanden, es war zu kalt.  – Die Verpflegung geht zu Ende. Was haben wir für einen Hunger bei der Kälte. Ritter ist krank. Hoffentlich wird es keine Lungenentzündung. Wo wir eigentlich sind, wissen wir nicht. Es muß die Nähe von Moskau sein.

((Dieses ist der ungefähre Verlauf der Transportroute, rekonstruiert anhand der Orte, die bis hierhin im Tagebuch genannt wurden: (B) Reni (Ukraine) — (C) Golta/ Pervomajs’k (Ukraine) — (D) Charkow (Ukraine) — (E) Nähe von Moskau (Russland). Der Sohn des Tagebuchverfassers erklärte mir, sein Vater habe ihm (A) Smederevo bei Belgrad als Ort seiner Gefangennahme angegeben. Vom Zeitpunkt der Gefangennahme Mitte Oktober 1944 bis zum Tagebucheintrag vom 25.2.1945 hat der Tagebuchverfasser überschlägig 2.500 Marsch- bzw. Transportkilometer zurückgelegt, gw)).

Wir leben wie Höhlenmenschen. Keine Klappe machen wir bei der Kälte auf. Kohlen haben wir genug.

Montag, 26.2.45. Wir sind in der unmittelbaren Umgebung von Moskau, schätzen wir. Kommen wenig vorwärts. Die Feuerung geht zu Ende. Die Verpflegung ist zu Ende. Heute haben wir schon gehungert. Es ist nichts mehr vorhanden. Abends bekommen wir Holz, das ist wichtiger als Essen.

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Dienstag, 27.2.45. Die Nacht war ziemlich kalt. Das grüne Birkenholz brennt schlecht. Essen gab es auch nicht. Das Holz ist um etwa 15.00 vollkommen zu Ende! Ob wir noch was bekommen? Wir sind heute schon gut vorangekommen.

Mittwoch, 28.2.45. Eine tolle Nacht! Nach Mitternacht sind wir kaum vorwärtsgekommen. Die Feuerung war total zu Ende. Nur unter Ver((…?))lg.  von Bänken u. Brotbrettern haben wir ein schwaches Feuer unterhalten. Wir haben sehr gefroren. Gegen 10.00 gab es Trockenbrot, He((…?))ing u. Suppe. Es schmeckte nach der Fastenzeit fabelhaft. Wann wir da sind, wissen wir nicht, Kohle u. Holz bekommen wir auch, jetzt ist alle Not wieder behoben. – Wir besprechen immer noch Koch- u. Backrezepte. Nudeln m. Schinken, Bratkartoffeln u. geschmortes Sauerkraut.

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Tagebuch, Band Januar 1945 bis Juni 1945: 21. Februar bis 24. Februar 1945.

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Mittwoch, 21.2.45. Wir sind seit gestern abend nur 1,5 Stunden gefahren u. wir hoffen, heute unser Ziel zu erreichen. Das wird wahrscheinlich nichts werden. Heute haben wir noch Verpflegung, was morgen wird, müssen wir abwarten. – Es ist kalt draußen, aber nicht so kalt wie gestern, geschlafen habe gut. Draußen ist blanker Sonnenschein. – Einen Schmarrn ((?))wollen wir noch machen: Pf((…?)) mit reichlich Eiern in viel Fett gelb geröstet zerstoßen, den Teig in die Pfanne.

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Donnerstag, 22.2.45. Wir sind dann 100 km vorangekommen. Es wird kälter. Auf einer Ration Verpflegung empfangen: Trockenbrot, Kartoffeln, Grütze, Fleisch. Wir wissen nicht, wo wir stehen. Das Essen ist immer noch gut.

Freitag, 23.2.45. Die kälteste u. unangenehmste Nacht hatten wir heute. Es war sehr kalt u. unsere Kohlen gingen zu Ende. Sehr unangenehm war es. Unser „Pasto-Klosett“  friert uns dauernd ein. Wir haben den ganzen Tag kalte Füße. Hpt. Kasselmann ist ins Lazarett gekommen.

Sonnabend, 24.2.45. Die Nacht war ((?))nen wärmer, da wir reichlich Kohle hatten, beim Schlafen ist es allerdings sehr kühl, der Boden ist zu kalt, wir haben kein Stroh drin, draußen haben wir wohl -70°. Kohle haben wir genug es läßt sich gut heizen, Holz ist alle, es geht auch so. In 3 Tagen, seit Donnerstag, sind wir 10 km vorwärts gekommen! Es ist schon böse.

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