Kategorie: Lokalpolitik

Feuerwache Todendorf. Orgelalarm.

Der Kapelle in Todendorf steht mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit der Abriß bevor. Kostenerwägungen zwingen die Kirchengemeinde zu diesem Schritt. An dem Kapellen-Grundstück hat die Feuerwehr ein theoretisches Interesse, und zwar zur Errichtung einer neuen Feuerwache. Der Karikaturist spekuliert vorliegend: Aus der Kapelle könnte die Orgel übernommen werden, die dann, fest eingebaut, bei jedem Feueralarm ein altehrwürdiges Kirchenlied spielt. Passend zum Beispiel: „O daß doch bald dein Feuer brennte …“

„So ein stilvolles Alarmsignal wie wir hat keine andere Wehr!“

Karikatur aus dem Jahre 2016.

Bad Oldesloe: Streit ums Radhaus.

Radhaus: Gemeint ist hier nicht das blecherne Gewölbe für Reifen und Fahrwerk des PKW, sondern ein hochmodernes Gebäude mit Möglichkeit zum elektronisch gesteuerten, diebstahlsicheren Wegparken von Fahrrädern. Eine nicht billige Anschaffung für den kommunalen Haushalt, deshalb wird vor Ort leidenschaftlich gestritten.

Karikatur aus dem Jahre 2016.

Bad Oldesloe. KuB. Führungen nur gegen Geld.

Im umgebauten (12 Millionen Euro Steuergeld) und neu eröffneten Kultur- und Bildungszentrum in Bad Oldesloe (KuB, auch „dasKuB“). Am Eröffnungstag, dem 3.9.2016, sollen die Führungen noch kostenlos sein. Aber schon ab dem 4.9.2016 verlangt das KuB-Management EUR 3,50 pro Person (Steuerzahler), die an einer Führung teilnehmen will.

„Ich habe mich im KuB verlaufen …“
„Dann fragen Sie doch an der nächsten Ecke nach dem Ausgang!“
„Ts. Hier wird an jeder Ecke die Hand aufgehalten, und ich habe kein Kleingeld mehr!“

Karikatur aus dem Jahre 2016.

Kultur- und Bildungszentrum in Bad Oldesloe soll "dasKUB" getauft werden.

Bald Oldesloe. derAPPELL im dasLEHRERZIMMER lautet: „Bitte, liebe Kollegen! Keine Schulaufsätze zum Oldesloer Kulturleben mehr!

Am Wochenende ging ich in das dasKUB und setzte mich auf meinen derSITZPLATZ. Als ich vom dasKLO kam und den derSAAL durchschritt, hatte ich meine dieEINTRITTSKARTE verloren und erlebte einen derRAUSSCHMISS.

Ein weiterer Fall, in dem das angestrengte Bemühen um Anders- und Besonderssein („wir sind unique“) die Sprache in einer Weise verhunzt, die Verstehen und Begreifen unter Umständen zur Schwerarbeit werden läßt. Zeitgenössisch ist die Manie allemal, durch Spielereien mit Groß- und Kleinschreibungs- sowie Zeichensetzungs-Schnickschnack Doppelbedeutungen oder wortmarkenähnliche Besonderheiten zu begründen, die man im Avantgarde-Dünkel der Ersinner und Erdichter dieses hochgradigen Schwachsinns für wahnsinnig interessante Hingucker hält. Insoweit wäre etwa eine Namensfindung „d.a.s.K.U.B!“ oder „*d()As()KUB(*)“ viel konsequenter gewesen. Das Publikum schüttelt angesichts dieser verträumten Elaborate aus dem Elfenbeinturm ohnedies in der Eintracht der Verständnislosigkeit den Kopf.

Immerhin ist vorliegend auf ach so weltläufige Einsprengsel aus anderen Sprachen verzichtet worden. theKUB to go.

Karikatur von 2016.

Bad Oldesloe: Fehlgeschlagener Verkauf des St.-Jürgen-Stifts.

Bürgerworthalter und qua Amt Stiftungsvorstand Reiner Fehrmann auf den (metaphorischen) Trümmern des Altenheims St.-Jürgen-Stift in Bad Oldesloe. Der schon perfekt scheinende Kaufvertrag mit einem örtlichen Pflegeheimbetreiber, der das St.-Jürgen-Stift übernehmen wollte, platzt kurz vor dem Notartermin. Einen Plan B gibt es nicht. Für die Suche nach einem neuen Käufer bleibt nicht viel Zeit, da das Stift Liquiditätsprobleme hat.

Entlehnt dem Text der Nationalhymne der Vereinigten Staaten von Amerika: „… und der Defizite grelles, rotes Licht/ die in der Luft explodierenden Schulden/ bewiesen die Nacht hindurch/ daß unsere Fahne noch da war!!“

Karikatur von 2016.