Kategorie: Papierkram

Heimkehr nach Deutschland. Kriegsbeschädigtenrente. Bescheid vom 24.02.1949.

 Bescheid über Festsetzung einer Kriegsbeschädigtenrente nach Sozialversicherungsdirektive Nr. 27 (SVD.27) und der Reichsversicherungsordnung vom 24. Februar 1949, also fast ein Jahr nach Rückkunft Isensees aus der sowjetrussischen Kriegsgefangenschaft. Darin heißt es unter anderem: „Ihre Gesundheitsschädigung: ‚Narben an beiden Oberarmen und linker Gesäßseite. Überstandene Mangelkrankheit ohne nachweisbare Folgen“. Die Rente beläuft sich ab dem 1.3.1948 (hier an anderer Stelle auch: 19.3.1948) auf monatlich 84,00 DM. Fußnote dazu: „Vom 1.10.48 ab kann Ihnen keine Rente mehr gezahlt werden, weil die Minderung Ihrer Erwerbsfähigkeit weniger als 30 v.H. beträgt.“ Rundstempel der Landesversicherungsanstalt Hannover, Außenstelle. 20 a Hannover. Eleonorenstraße 18.

 Handschriftlich auf der Rückseite ein Zusatz zum Bescheid: „Die ferner bei Ihnen festgestellte Gesundheitsschädigung „Narbe nach Blinddarmoperation“ ist nicht die Folge militärischen Dienstes. Die Operation wurde noch vor der Dienstzeit durchgeführt.“ Der Poststempel zeigt das Datum 30.3.1949. Zwischen der Niederschrift des Bescheids und seiner Abstempelung (und Absendung) sind demnach mehr als vier Wochen vergangen.

Separat dem Bescheid beigefügtes Kalkulationsblatt über Nachzahlung einer Rente für die Zeit vom 19.3.48 bis 30.9.1948. Die Berechnung erfolgt im Nachhinein. Von den ermittelten Rentenansprüchen werden die bereits von der Ortskrankenkasse Gifhorn gezahlten Taschengeld-Summen abgezogen. Der Rentenanspruch für den genannten Zeitraum beträgt danach netto und abgerundet 41,30 DM.

+++

Advertisements