Kategorie: Regierungspräsident

Exkurs: Dokumente einer Lehrerlaufbahn. Post vom Regierungspräsidenten in Lüneburg.

 Ernnenungsurkunde für Otto Isensee vom 24. Februar 1941 zum Lehrer an Volksschulen. „Im Namen des Führers (…) für den Ministerpräsidenten ((des Landes Preußen. Lüneburg liegt bis 1946 in der preußischen Provinz Hannover, gw)) im Auftrage des Reichsministers für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung der Regierungspräsident“ in Lüneburg, Matthaei. Zu diesem Zeitpunkt dient Isensee ausweislich seines Entnazifizierungsfragebogens vom Juni 1948 als Soldat im Range eines Gefreiten beim Armee-Nachschubbataillon 62.

Das Begleitschreiben zur Ernennungsurkunde vom 24. Februar 1941.

Ernennungsurkunde für Otto Isensee zum Beamten auf Lebenszeit vom 4. März 1942. „Namens des Führers für den Ministerpräsidenten ((des Landes Preußen, gw)) im Auftrage des Reichsministers für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung der Regierungspräsident“ in Lüneburg. Zu diesem Zeitpunkt dient Isensee ausweislich seines Entnazifizierungsfragebogens vom Juni 1948 als Soldat im Range eines Unteroffiziers beim Armee-Nachschubbataillon 62.

Versetzungsmitteilung des Regierungspräsidenten in Lüneburg an Otto Isensee vom 29. August 1949, betreffend Isensees Versetzung als Lehrer von der Volksschule in Schönewörde an die Volksschule in Flettmar, beide Landkreis Gifhorn, Niedersachsen, Bundesrepublik Deutschland, die zu diesem Zeitpunkt gut drei Monate alt ist. Isensee hat diese Versetzung am 18. Juli desselben Jahres selbst beantragt. Wirksam werden soll sie zum 1. Oktober 1949. Mit Grünstift ist unten links das Datum 9. September 1949 mit einem Ausrufezeichen notiert. Die Bedeutung dieser Notiz ist unklar. Umzugskosten werden Isensee nicht gewährt. Fernsprechnummer und Postscheckkontonummer des Regierungspräsidenten haben sich ausweislich des Briefkopfes seit 1941 nicht geändert und werden sich insoweit mindestens bis zum Januar 1952 nicht ändern.

Am 8. November 1950 bestätigt der Regierungspräsident in Lüneburg dem Lehrer Otto Isensee in Flettmar, daß die auf ihn, Isensee, ausgestellte Ernennungsurkunde zum Beamten auf Lebenszeit vom 4. März 1942 unverändert gültig ist (Urkunde siehe oben). Isensee hatte sich diesbezüglich unter dem 2. Januar 1950 beim Regierungspräsidenten erkundigt. Er hat demnach über 10 Monate auf den oben abgebildeten Bescheid warten müssen.

Begleitschreiben zur Übersendung der Ernennungsurkunde zum Hauptlehrer für Otto Isensee vom 3. Januar 1952. Die Ernennung ist frühestens wirksam ab dem 1. Februar 1952. Es schreibt der Regierungspräsident in Lüneburg. Isensees neue Besoldungsgruppe ist A 4 b 1. Seine Hauptlehrerstelle ist an der Volksschule in Flettmar. Landkreis Gifhorn, Niedersachsen.

Die Ernennungsurkunde vom 3. Januar 1952. „Namens des Niedersächsischen Landesministeriums für den Niedersächsischen Kultusminister der Regierungspräsident in Lüneburg. „

Vermutlich die private Abschrift eines Schreibens, das Isensee am 16. April 1955 dienstweggemäß über seinen Schulrat an den Regierungspräsidenten in Lüneburg sendet. Die Transkription der deutschen Handschrift ist wie folgt:

„Flettmar, den 16.4.1955

Der Leiter der Volksschule in Flettmar

An den
Herrn Regierungspräsidenten in Lüneburg
durch den
Herrn Schulrat des Schulaufsichtskreises Gifhorn-West.

Betr.: Hauptlehrerstelle in Vordorf.
Bezug: Verfügung vom 7.5.55

Auf obige Verfügung berichte ich, daß ich nicht als Hauptlehrer nach Vordorf gehen möchte. Ich kann meinen Kindern, die in Celle die Oberschule besuchen und sich in der 10. bzw. 11. Klasse befinden, keine Umschulung wieder zumuten. Ich bitte daher, mich in Flettmar zu lassen.

Isensee, Hptl. ((Hauptlehrer, gw))“

Isensees Eingabe ist erfolgreich. Er wird nicht versetzt und verbringt seine Dienstzeit als Lehrer bis 1972 an der Volksschule in Flettmar. Nach deren Auflösung 1972 bis zu seiner Pensionierung 1974 ist er Lehrer an der Volksschule in Müden/ Aller, einem unmittelbaren Nachbarort Flettmars.

Urkunde des Regierungspräsidenten in Lüneburg „im Namen des Landes Niedersachsen“ vom 31. Januar 1974, mit der Otto Isensee als Lehrer in den Ruhestand versetzt wird. Vor ihm liegen noch knapp 22 Lebensjahre als Pensionär.

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