Kategorie: Schulden

Staatliche Bildungsförderung. Zukunft.

Mit vollen Händen reicht Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) dem bildungshungrigen jungen Mann Geld zur Finanzierung seiner Ausbildungspläne, das er mit Neuverschuldung beschafft hat. Es ist genau dieses Geld, das er, der junge Mann, in ferner Zukunft als alter Mann in Form von Steuererhöhungen zu tragen haben wird. Der Dienst an den gigantischen Staatsschulden will schließlich finanziert sein. Aber wenn es soweit ist, sind die dafür verantwortlichen Politiker längst nicht mehr haftbar zu machen. Entweder weil ihnen der volkswirtschaftliche Schaden nicht persönlich zugerechnet werden kann (war ja „Konsensentscheidung“, also im Zustand organisierter Verantwortungslosigkeit gefaßt) oder weil sie längst tot sind. Aber ihren Spaß bei der demokratischen Wählerstimmengewinnung haben sie zu Dienst- und Lebzeiten immerhin gehabt. „Hier – Bildungszulage aus deiner … äh, für deine Zukunft!“ (Karikatur von 2004.)

State education funding. Future. With handfuls German chancellor Gerhard Schröder (SPD) hands money to the young man who is hungry for education and needs money for financing his education plans, money which Schröder procured by making new debt. It is precisely this money that he, the young man, will have to bear as an old man in the form of tax increases in the future. The service at the gigantic public debt eventually has to be funded. But when the time comes, the politicians who are responsible for indebtedness can no longer be held liable. Either because the economic damage can not be attributed to them personally (since it was „consensus decision“ to increase the debt, i.e. taken in the state of organized irresponsibility) or because they are long dead. But after all they’ve had their fun in democratically convincing their electorate during their service- and lifteime. „Here – education allowance from your … uh, for your future!“ (Caricature as of 2004.)

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Weshalb Sie unbedingt wählen gehen sollten.

Demokratie. Es ist so wichtig für sie, daß die Wahlberechtigten ihr Stimmrecht wahrnehmen. Daß sie sich informieren, was die Ziele der Parteien sind und sich dann für eine entscheiden. Wahlkampf 2005: Die SPD wollte, daß der Mehrwertsteuersatz nicht verändert wird – und wurde wohl von nicht wenigen Stimmberechtigten gerade deshalb gewählt. CDU und CSU plädierten dagegen für eine Erhöhung um zwei Prozentpunkte. Nach der Wahl traten die genannten Parteien in eine „Große Koalition“ ein und einigten sich nach zähen Verhandlungen auf eine Erhöhung um drei Prozentpunkte. Der dem Wähler und Steuerzahler gegenüber wirksame demokratische Verschaukelungs- und Verhöhnungsfaktor schoß hingegen raketengleich durch die Decke und zeigt seitdem eine stabil steigende Tendenz — übrigens umgekehrt proportional zur Bereitschaft, überhaupt noch an irgendwelchen „Wahlen“ teilzunehmen. Franz Müntefering: „0%  Mehrwertsteuererhöhung — oder ich gehe sofort!“ Angela Merkel: „Auf keinen Fall! 2%!“ Franz Müntefering: „Kompromißvorschlag: 3%!“ Angela Merkel: „Na schön! Weil Sie es sind!“ (2006).

Why you should absolutely go to the polls. Democracy. It is so important for her that voters exercise their right to vote. That they inform themselves, what the objectives of the parties are and then choose one. Election 2005 in Germany: The SPD wanted the VAT rate not changed – and was probably chosen by quite a few voters precisely for that reason. CDU and CSU on the other hand argued for an increase of two percentage points. After the election, these parties entered into a „grand coalition“ and agreed after long negotiations on an increase of three percentage points. The democratic taking-for-a-ride-and-ridiculing-factor that is effective against voters and taxpayers, however, rocketed through the ceiling and shows a steady upward trend since then – by the way inversely proportional to the willingness to participate at all in any of these „elections“. Franz Müntefering: „0% tax increase – or I’ll go away!“ Angela Merkel: „In no case. 2%!“ Franz Müntefering „Compromise proposal: 3%!“ Angela Merkel: „Well since you’re it!“ (2006).

Wiederkehrende Wohlstandsvernichtung für alle.

Darstellung einer Innenstadt, vor aufgezwungener Beglückung der Gesellschaft durch religiöse Konzepte machtversessener Besserwisser und Klugscheißer aus der Politik – etwa vermittels „Sozialismus“, „Klimaschutz“ oder durch „Einheitswährung“ (2013): Wohlstand, Prosperität, Handel, reiches Güterangebot.

Recurring wealth destruction for all. Depiction of an inner city,  before happiness was forced upon society through religious concepts generated by power-obsessed knowitalls and smartasses from politics – for example by means of „socialism“, „climate protection“ or „single currency“. (2013): Wealth, prosperity, trade, rich supply of goods.

Darstellung einer Innenstadt, nach wenigen Jahrzehnten aufgezwungener Beglückung durch machtversessene Besserwisser und Klugscheißer aus der Politik – etwa vermittels „Sozialismus“, „Klimaschutz“ oder durch „Euro-Einheitswährung“ (Bild von 2010): Verfall, Ruinen, Wracks, verlassene, verschimmelte oder verbrannte Häuser, Mangel, Armut. Dieses jämmerliche Resultat hat natürlich keine abschreckende Wirkung für die Menschheitsbeglücker. Schon bald, wenn alles wieder mühsam aufgebaut ist, schwimmen die Ideologen wieder oben, wie Fettaugen auf der Suppe, und gebärden sich missionarisch, fordern, verdammen, locken und lobpreisen wieder. Lobpreisen – ihre Konzepte nämlich, wie das hart erarbeitete Geld der anderen viel gerechter, naturschützender, gottgefälliger angelegt werden müsse als bisher. Sobald das Geld im Kasten klingt, das Herz des Umverteilers in die Höhe springt. Refrain.

Depiction of an inner city,  few decades after happiness was forced upon society by power-obsessed knowitalls and smartasses from politics – for example by means of „socialism“ or „single currency“. (picture as of 2010): Decay, ruins, wrecks, abandoned, moldy or burnt houses, lack, poverty. This miserable result of course has no deterrent effect for the benefactors of mankind. Pretty soon, when everything is painstakingly rebuilt, those ideologists swim up as fat eye on the soup again, strike a missionary pose, demand, condemn, entice and praise again. Praise – their concepts namely, how the money, hard-earned by others, should be invested much fairer, more nature-protective, more godly than before. As soon as the money clinks into the money chest, the heart of redistributor jumps up. Refrain.

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Banken-Kontakthof.

Vor dem Fusion-Center im Bankenviertel. Unicredit und Hypobank sind sich bereits einig und betreten ein Separée. Die Deutsche Bank buhlt noch um die Fusionslaune der Commerzbank. Verrichtungsboxen am Bankplatz Deutschland. (2005).

Banking Kontakthof. In front of fusion center in the financial district. Unicredit Bank and Hypo are already d’accord and enter private room. The Deutsche Bank still vying for the merger-mood of Commerzbank.  Boxes for accomplishment in the banking center of Germany. (2005).

Staatshaushalts-Solidaritätskasse.

Rentner an der Auszahlungskasse für Renten. Das offene Portemonnaie auf dem Tresen hinhaltend, wird ihm eine Nullrunde von der grinsenden Bundesarbeitsministerin Ulla Schmidt (SPD) beschieden. Das ganze wiederholt sich ein paarmal, bis schließlich das Schild „Rentenauszahlung“ in „Staatshaushalt-Solidaritätskasse“ geändert wird, und Madam Schmidt ganz ungeniert in das geöffnete Portemonnaie hineingreift: „200 Euro macht’s dann bitte …“. 2005, als die Karikatur entstand, hatte ich natürlich keine Ahnung vom politischen Vokabular des Jahres 2013, in dem staatlich sanktionierte Sparerenteignungen zum alltäglichen sozialistischen Gossenjargon der europäischen Regierenden gehören. Die von mir damals so erfundene „Staatshaushalts-Solidaritätskasse“ lag indes schon ziemlich nah an der Wirklichkeit der gegenwärtig praktizierten „Eurorettung“. Aber wehe, wehe, wehe, wenn ich auf das Ende sehe.

State Budget Solidarity Checkout. Retiree at the benefit fund for the pensions. Holding the open purse on the counter  he is presented a pay freeze by grinning Federal Labour Minister Ulla Schmidt (SPD). The whole is repeated a few times until finally the sign „retirement payout“ is changed to „State Budget Solidarity Checkout“, and Mrs Schmidt unabashedly reaches into the open wallet: „That is 200 euros,  please …“. 2005, when the cartoon was drawed, I of course had no idea of ​​the political vocabulary of 2013 which names state-sanctioned expropriation of savers as everyday socialist jargon used by European rulers. What I invented at the time as fictional „State Budget Solidarity Checkout“ was, however, already pretty close to the reality of currently practiced „Euro rescue“. But woe, woe, woe, when I look at the end.

Staatsverschuldung. Maastricht. Wortgegaukel.

Irgendwann findet jeder Abhängige wieder den Weg zum Drogenhändler. Der Pleitegeier, augenblicklich gerade eine Injektionsspritze mit neuen Schulden aufziehend, fragt den Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) mit teuflischem Vergnügen: „Wie war die Entziehungskur?“ Aller Politklamauk um „Maastricht-Kriterien“, „solide Staatsfinanzen“, „ausgeglichenen Haushalt“ zur Ruhigstellung der Wähler bei der Euro-Einführung war längst verhallt, als die BR Deutschland den unter Finanzminister Theo Waigel (CSU) durchgesetzten „Stabilitätspakt“ selbst immer wieder verletzte – man brauchte das Schuldengeld einfach. Und während Schröders Finanzminister Hans Eichel (SPD) immer noch von einer Null-Neuverschuldung für irgendwann in vier, fünf Jahren salbadert, legt sich Schröder schwitzend die Venenmanschette für den ersehnten Haushalts-Schulden-Schuß an. (2003).

Public debt. Maastricht. Word jugglery. Eventually, each drug addict is again on his way to the trafficker. The vulture, instantly preparing a syringe with new debts, asks the Chancellor Gerhard Schröder (SPD) with devilish delight: „How was withdrawal treatment?“ All political slapstick about „Maastricht criteria“, „sound public finances“, „balanced budget“ intended to sedate voters during introduction of the Euro currency was long faded away, when Federal Republic of Germany by itself injured again and again the „Stability Pact“ enforced by Finance Minister Theo Waigel (CSU) – they just needed the additional debt money. And while Schröder’s Finance Minister Hans Eichel (SPD) is still spouting about a zero budget deficit for some time in four or five years, Schröder sweatingly sets in the vein cuff for the badly desired debt shot. (2003).

Klebt ein Kuckuck auf dem Haus, kam ein Hai vorbei.

Grinsend sitzt der Finanzhai am Altersvorsorge-Teich und angelt. Seine Opfer sind brave, fleißige und gutgläubige Bürger, die von einem wohlfinanzierten Ruhestand träumen und von dem dicken Prozent-Renditeköder wie magisch zum Haken gezogen werden. Viele ausgenommene Sparerfische sind bereits im Eimer. „Mein liebstes Angelrevier!“ (2002).

Grinning, the financial shark is sitting and fishing at retirement pond. His victims are honest, hardworking and credulous citizens who dream of a well-funded retirement and are magically drawn to the hook  by the thick return-percent bait. Many gutted savers-fish are already in the bucket. „My favorite fishing spot!“ (2002).