Kategorie: Spiel

Golfkrise.

Der Golfschüler auf dem Weg zur Platzreife. Gedankliches Abarbeiten der Checkliste für die korrekte Körperhaltung.

Karikatur aus dem Jahre 1997.

Golf crisis. The golfer student on his way to prove that he has mastered the basics of the game. Mindful processing of the checklist for correct bearing.

Caricature as of 1997.

Poké-Stop.

Fußwege der zwei Geschwindigkeiten in der Stadt. Die Schnellspur für ältere Herrschaften mit Einkaufsroller („Hackenporsche“) im Schlepp, die Langsamspur für junge Pokémon-Go-Spieler, deren Blick auf dem Smartphone-Display klebt. Der Verwechselungsgefahr wird mit energischer Zurechtweisung begegnet: „Ob ich ein materialisiertes Gift-Pokémon bin? Frechheit! Bleiben Sie gefälligst auf Ihrer Spur!“

Karikatur aus dem Jahre 2016.

Footpaths of two speeds in the city. The fast track for older people with shopping scooter in tow, the slow lane for young Pokémon Go players who stick their attention to smartphone display. The risk of confusion is met by energetic rebuke: „Whether I am a materialized Poison Pokémon? Impudence! Stay kindly on your lane!“ On sign: WLAN for free.

Caricature as of 2016.

Bronze-Badeente: Köstlicher Schwachsinn im Dienste der Wissenschaft.

Die in Bronze gegossene Form einer gelben Plastik-Badeente dient einem Glastür-Eingang am Deutschen Haus, Flensburg, als Türdrücker. Sie erinnert den Kenner (keine Hinweistafel informiert darüber) an das erste deutsche (Bade-)Entenrennen  unter dem Titel „Enten-Regatta“, das am 2. Oktober 1993 auf dem Flensburger Mühlenstrom stattfand.

4.302 baugleiche Plastikenten (Quelle: „Flensburger Tageblatt“ vom 4. Oktober 1993) wurden auf dem Gelände der Papierfabrik „Feldmühle“, heute Mitsubishi Paper, in den nach Norden fließenden Mühlenstrom eingesetzt und waren auf ihm etwa eine Stunde unterwegs. Der Zieltrichter befand sich an der Hafenspitze (zugleich Südspitze der Flensburger Förde), in die der Mühlenstrom unterirdisch verrohrt einfließt. Dort warteten 5.000 begeisterte Badeenten-Eigner und neugierige Zuschauer gespannt auf den Zieleinlauf.

Einige Wochen zuvor hatte ein Probelauf für die Badeenten stattgefunden: 500 Exemplare waren in den Lautrupsbach eingesetzt worden, der von Osten durch ein romantisch begrüntes Tal in den Flensburger Hafen fließt. Hier stellten sich allerdings Schwierigkeiten ein – es gab zuwenig Strömung, zuwenig Schub. Deshalb entschied man sich am Ende für den Mühlenstrom als Regattastrecke.

Ideengeber und Organisator dieser innovativen und äußerst erfolgreichen Badeenten-Veranstaltung, die deutschlandweit viele Nachahmer fand und findet, war der Dozent für Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule Flensburg (FHF, oder FH), Dipl.-Ökonom Thomas W. Friedrich. Dieser wirkte einige Zeit später als Geschäftsführer der Betreibergesellschaft des Deutschen Hauses und veranlaßte in dieser Eigenschaft die Montage des im Bild gezeigten Enten-Türdrückers, der sich bis heute an Ort und Stelle befindet.

Das Veranstaltungsplakat, das die gelben Badeenten im Wasser und Stockenten im Flug vor blauem, bewölktem Himmel zeigt, wurde von dem Flensburger Künstler Gert Hagel illustriert. Dieses Plakat kündigt an: „Veranstaltungen im Regatta-Zelt. 1. Okt.’93: Oktober-Party mit Live-Musik und vielen Enten-Überraschungen. 2. Okt.’93: Enten-Party mit Live-Musik und der Gruppe „Trio Nimmersatt“. Karten erhältlich bei allen bekannten Vorverkaufsstellen. Eintritt für die Zeltveranstaltung je Tag DM 10,–. Enten in fast allen Flensburger Geschäften erhältlich, sowie im AstA-Büro der FH und PH ((PH steht für Pädagogische Hochschule, gw)) — Stückpreis: DM 6,–. Veranstalter: Fachhochschule Flensburg.“ Die Verbindung zur Fachhochschule Flensburg erklärt sich daraus, daß Studenten der FH damals an der Entwicklung innovativer Wasserfahrzeuge arbeiteten, die bereits im Jahr zuvor, vom 30. April bis 3. Mai 1992, auf der „XIII. Internationalen Waterbike Regatta “ an der Flensburger Hafenspitze zu sehen waren. Die Flensburger waren mit einer Konstruktion namens „Flying Magic“ am Start. Der Überschuß aus der Enten-Regatta des Jahres 1993 sollte der „Arbeitsgemeinschaft Tretboot“ der FH zugute kommen.

Das „Flensburger Tageblatt“ veröffentlichte hierzu am 16.10.1993 einen Artikel mit der Überschrift: „Köstlicher Schwachsinn im Dienste der Wissenschaft“. Darin wird der Organisator Friedrich mit den Worten zitiert: „Wissenschaft muß auch Spaß machen“. Weiter heißt es dort: „(…) das vordergründig unsinnige Wettschwimmen der gelben Plastikdinger hatte nach seiner ((Friedrichs, gw)) Ansicht durchaus ernstzunehmenden Charakter. Technisch, betriebswirtschaftlich, kulturell, mathematisch, psychologisch oder soziologisch. Die Forschungsansätze seien disziplinenübergreifend. ‚Vom Physiker bis zum Philosophen — die Badeente berührt nahezu alle Lebensbereiche'“. Friedrich, in demselben Artikel: „Die Gesellschaft hat das zweckfreie Spielen verlernt.“ und „Es ist nichts Esoterisches. Jeder kann mit seiner Ente machen, was er will. Soziologisch hochinteressant, wie sich das Individuum zu seiner Badeente verhält. Sie hat nichts Elitäres, sie ist für alle da – und beschert nahezu unendliche Einsatzmöglichkeiten,“

Auf der Teilnahmekarte wurde der Name und die Adresse des Besitzers, die Nummer und der Name der Ente vermerkt:

Foto (Türdrücker) aus dem Jahre 2012.

Bronze version of a rubber duck: Delicious idiocy in the service of science.
The form of an originally yellow rubber duck cast in bronze serves as handle on a glass door entrance at Deutsches Haus, Flensburg, northern Germany. The connoisseur knows the background, as there is no hint or sign: the first rubber ducks‘ race („Duck Regatta“) in Germany ever, which took place on October 2nd, 1993 on Flensburg’s Mühlenstrom river. The revenues of this event were used for financing students‘ works in developing waterbike vessels at Flensburg’s School for Applied Sciences (Fachhochschule Flensburg).
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1999. 2015. Flüchtlingsaufnahme in Europa: Wie sich die Bilder gleichen.

Flüchtlingspoker paradox: Die EU-Staaten sagen unisono zu Deutschland: Nimm du alles, wir steigen aus. Im Pott des Spiels: Tausende Menschen, die Nato-Machenschaften zu Flüchtlingen gemacht haben. (Karikatur von 1999.)

1999. 2015. Admitting refugees in Europe: how similar the images are. Refugee Poker Paradox: The EU states say in unison to Germany: You take everything, we get out. In jackpot of the game: thousands of people which were made refugees through NATO schemes . (Caricature of 1999.)

Allegorie auf das Kinderspiel in der Stadt.

Allegorie auf das Kinderspiel in der Stadt. Als Skulptur – hier in der Diblerstraße in Flensburg – und – vorliegend – als Bildwerk/ Foto. (2015).

Allegory on child’s play in the city. As a sculpture – here in the Diblerstraße in Flensburg, northern Germany – and – on hand – as an image work / photo. (2015).

Yips.

Washington, DC, USA. Weißes Haus. Im Oval Office nimmt die Sekretärin ein Telefongespräch an: „Präsident Obama ist mit der Lösung der Golfkrise beschäftigt!“ Auf dem Tisch ein Golfball und ein Zettel: „Bin beim Golfen. Therapiere meinen Yips.“  (2009).

Washington, DC, USA. White House. In the Oval Office, the Secretary takes a phone call: „President Obama is occupied with answering his gol … the gulf crisis!“ On the table a golf ball and a note: „I’m on the golf course – fighting my yips.“ (2009).

Kindergeburtstag im Restaurant.

Die Kinder lärmen, toben und kleckern nach Herzenslust, während gleichzeitig erwachsene Restaurantgäste in Ruhe und kultiviert speisen können. „Die Glocke ist eine Erfindung meines Chefs – und leider unverkäuflich!“ (2009).

Kids birthday in the restaurant. The children make noise, run around and spill to their heart’s content, while at the same time adult restaurant guests can dine in peace and culturedly. „The bell is an invention of my boss – and unfortunately not for sale“ (2009).