Kategorie: Spoorendonk

2005: Königsmacher Südschleswigscher Wählerverband (SSW).

Im Februar 2005 sind die Mehrheitsverhältnisse nach der Wahl im Kieler Landtag sehr knapp. Der Partei der dänischen Minderheit, die von der Fünf-Prozent-Klausel befreit ist, wächst die Rolle des „Königsmachers“ zu. Auf die Stimme von Anke Spoorendonk (SSW) kommt es an, sie hat die Ministerpräsidentenkrone von dänischen Gnaden zu vergeben. Anwärter sind Peter-Harry Carstensen von der CDU und Noch-Amtsinhaberin Heide Simonis (SPD). Am Ende fällt die Wahl des SSW auf Heide Simonis, die auf ein Bündnis SPD-Grüne-SSW setzt, allerdings wenig später nach  einer historisch einmaligen Serie von Abstimmungsniederlagen im Landtag nicht wieder zur Wahl antritt. Ein bis heute unbekannter Abgeordneter aus den Reihen der SPD-Fraktion verweigert Simonis in vier aufeinander folgenden Abstimmungen die Gefolgschaft, was bei der Ein-Stimmen-Mehrheit, auf die Simonis sich verlassen wollte, das gesamte Koalitionsprojekt scheitern ließ. Carstensen wird Nachfolger von Simonis im Amt des Ministerpräsidenten.