Kategorie: Sprache

Olympia. Doping. Kontrolle.

„Immer ich!“

Karikatur aus dem Jahre 2008.

Olympic Games. Doping Test. „Always me!“

Caricature as of 2008.

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Weihnachten. Betlehem. Und es sprach der Hirte …

Und es sprach der Hirte: „Und, isch des Kindle scho do?“ Es ist. Sogar zweifach. Karikatur aus dem Jahr 2013.

Christmas. Bethlehem. And quoth the shepherd: „And … The child – is it already there?“ It is. Even twofold. (On book: So I take care of my Kindle. Kindle: In German region of Swabia vernacular for „child“. Kehrwoche: In German region of Swabia understood as the week in which one is due to do the cleaning in communal areas.) Caricature as of 2013.

"Gleichberechtigung der Geschlechter".

Paragraph 183, Absatz 1 des deutschen Strafgesetzbuchs: „Ein Mann, der eine andere Person durch eine exhibitionistische Handlung belästigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.“

Für Frauen gilt das nicht, auch nicht im gegenwärtigen Zeitalter der sogenannten „Gleichberechtigung“.

„Auch dieses Männerschwein belästigt mich mit seiner widerlichen Nacktheit!!“ keift die männerhassende Frauenrechtsbewegte und zückt einen weiteren Strafantrag vom Abreißblock, denn, so Absatz 2 des vorgenannten Paragraphen: „Die Tat wird nur auf Antrag verfolgt, es sei denn, daß die Strafverfolgungsbehörde wegen des besonderen öffentlichen Interesses an der Strafverfolgung ein Einschreiten von Amts wegen für geboten hält.“  Unter welchen Voraussetzungen tatsächlich eine „Belästigung“ oder „ein besonderes öffentliches Interesse“ vorliegt, ist, wie so oft in der Gesetzgebung, in das Belieben solcher Personen gelegt, die qua Amt oder qua politischem Einfluß die Deutungshoheit besitzen.

Gedankenexperiment: Was ist die wahrscheinliche öffentliche Reaktion, wenn im Fernsehen das Wort „Männerschwein“ ausgesprochen wird? Und welche wäre es, wenn jemand das Wort „Frauensau“ ausspräche?

Weitere Beispiele für das in der BRD herrschende verlogene Verständnis von „Gleichberechtigung“ lassen sich leicht finden. (Karikatur von 2013: Sexismus von Straf-Rechts).

„Gender equality“ . Clause 183, paragraph 1 of the German Criminal Code: „A man who harasses another person through an exhibitionist act, shall be punished with imprisonment up to one year or a fine.“

For women this does not hold, even in the present age of so-called “ gender equality“.

„This male chauvinist pig also harasses me with his disgusting nakedness !!“ scolds the man-hating activist of women’s rights movement and pulls out another complaint from the tear-off because, as paragraph 2 of the forementioned clause rules: „The act shall be prosecuted only on request, unless the prosecuting authority considers an intervention ex officio necessary because of the special public interest in the prosecution .“ Under what conditions actually a „harassment“ or „special public interest“ is given, is, as so often in legislation, laid in the discretion of such persons who ex officio or qua political influence have the privilege of interpretation.

Thought experiment: What is the likely public reaction, when the word „male chauvinist pig“ is pronounced on TV? And what would happen if someone uttered the word „female chauvinist sow“?

Further examples of the this  dishonest understanding of „equality“ ruling in Germany can be found easily. (Caricature as of 2013: Sexism by law).

Paradiesisches Gender Mainstreaming.

„Frau … Gott … Mann … das sind doch nur anerzogene Rollenmuster!“ sagt Eva, und fordert Adam auf: „Beiß ab – ich weiß, was ich tue!“ Gender Genesis. (2013).

Paradisiac gender mainstreaming. „Woman … God … Man … those are just instilled role models!“ Eva says, and calls on Adam: „Bite off – I know what I’m doing“ Gender Genesis. (2013).

Kanzleramtliche Sprechempfehlung.

Drei Fragen an Bundeskanzlerin Angela Merkel:

„Guantánamo-Gefangenenlager der USA?“ — „Auf Dauer nicht hinnehmbar!“

„Abgeordnete, die herausgehobene Posten in der Wirtschaft bekleiden?“ — „Auf Dauer nicht vereinbar!“

„Schwierige Themen mit ‚Auf-Dauer‘-Sätzen abhandeln?“ — „Auf Dauer nicht … äh …“
(2006).


Three questions for Federal Chancellor Angela Merkel:

„United States Guantánamo Bay prison camp?“ – „In the long term unacceptable!“

„Deputies, holding prominent positions in the economy?“ – „In the long run incompatible!“

„Resolving Difficult issues with ‚In-the-long‘-sentences?“ – „In the long run not … uh …“
(2006).

Die Grenze zur Frechheit verläuft zwischen Dativ und Akkusativ.

Hochpreisiges Restaurant. Kellner nimmt die Bestellung auf. Gast, in der Speisekarte blätternd, fragt: „Servieren Sie auch Flaschen?“ Kellner: „Aber bitte, mein Herr … wir bedienen jeden Gast höflich und zuvorkommend!“ (2007).

The border with cheekiness runs between dative and accusative. Fancy restaurant. Waiter takes the order. Guest, in leafing through the menu, asks: „Do you serve bottles (twerps), too?“ Waiter: „But please, sir … we serve every guest politely and courteously!“ („Flasche“ in German means homonymously either „bottle“ or „twit“/ „twerp“.) (2007).