Kategorie: Stegner

Stegners Rücktritt.

Ralf Stegner, SPD, seit 27. April 2005 Innenminister im Kieler Landeskabinett unter Ministerpräsident Peter Harry Carstensen, CDU, gibt am 17. September 2007 bekannt, daß er nach Konflikten mit Carstensen, der mit Stegners Entlassung aus dem Kabinett droht, am 15. Januar 2008 von seinem Amt zurücktreten würde. Auf diese Weise soll die Koalition aus CDU und SPD vor dem Bruch gerettet werden.

Die lange Frist zwischen Bekanntgabe und Rücktritt nährt Spekulationen um die Motive Stegners. Stegner selbst dementiert ruhegehaltsbezogene Zusammenhänge mit der viermonatigen Frist bis zum Rücktritt und erklärt, die betreffenden Pensionsansprüche habe er nach dem Landesministergesetz unter Berücksichtigung seiner Dienstzeit als Staatssekretär (sie lag in den Jahren von 1996 bis 2003) längst erlangt. Von März 2003 bis April 2005 war er Landesfinanzminister.

„Nun  lassen Sie los, Herr Stegner … Ihr Rücktritt … wir sollen Ihr Büro räumen! — „Nur ein paar Sekunden noch — ich erreiche meine Ziele!“ Auf der Sanduhr: „Fünf Jahre Dienstzeit im Ministeramt = lebenslängliches Ruhegehalt!!!“ „Landesministergesetz“.

Karikatur aus dem Jahre 2007.

Heia Warapurgisnacht.

Die Bildungs- und Wissenschaftsministerin im Landeskabinett Albig, Waltraud „Wara“ Wende (parteilos), und ihr zeremonieller Gehilfe, SPD-Landtagsfraktionsvorsitzener Ralf Stegner, beim Bereiten des neuen Einheitsbreis für die schleswig-holsteinischen Schüler und Lehrer. Zutaten: Hinführung zur Einheitsschule, Vereinheitlichung der Lehrerausbildung, Abschaffung der Regionalschulen, Abschaffung der Ziffernnoten und der Schulübergangsempfehlungen u.a.m..

Es war, ist und bleibt die große Lust der politischen Linken, ausgiebigst von Buntheit und Vielfalt zu schwafeln, aber zornig abzuwinken, sobald es um die Anerkennung von Differenz geht — bei unterschiedlichen Begabungsgraden und unterschiedlichen Befähigungsqualitäten der Schüler etwa. Die darf es nicht geben, weil sie nicht in das Weltbild der Linken passen, weil die Linken sie belastend, beschämend, erniedrigend oder stigmatiserend finden, und darum sollen alle Schüler par ordre de Wara die gleiche Ausbildung erhalten. Höheres Niveau, Individualität und Wahlmöglichkeiten werden zu Heizmaterial eines fiesen politischen Ideologie-Hexensüppchens, an dem sich der Genossengeist nachdem wärmen will.

Klassenkampf im Klassenzimmer, Lufthoheit über den Kinderbetten und all das widerliche Zeug aus der sozialistischen Mottenkiste.

Karikatur von 2013.

Carstensen und Stegner: Kieler Naschkomplizen verkrachen sich.

Peter Harry Carstensen (CDU) und Ralf Stegner (SPD). Nachdem sie einander zuvor per großkoalitionärer Räuberleiter zum Macht-Marmeladentopf verholfen haben, werden sie beizeiten mit klebrigem Mund gewahr, daß sie einander gar nicht riechen können. Solchermaßen ertappt, verstehen es die routinierten Machtjunkies sofort, mit dem Finger zu zeigen, jeden sich bietenden wahltaktischen Vorteil zu Lasten des anderen mitzunehmen. Denn es stehen nach dem Bruch Neuwahlen an. „Sie vertrauen doch wohl nicht dem da … der nascht nämlich heimlich!“ (2009).

Kieler Regierungswechsel 2005.

Die scheidende Ministerpräsidentin Heide Simonis verläßt mit ihren Ministern Ralf Stegner (SPD), Klaus Müller (Grüne), Klaus Buß (SPD) und Anne Lütkes (Grüne) das Landeskabinett. Die Landeskasse wird besenrein an den neuen Regierungschef Peter Harry Carstensen (CDU) übergeben. Inzwischen hat dieser längst das gleiche Ritual hinter sich, die chronisch leere Landeskasse ist jetzt in der Obhut des Kabinetts Torsten Albig (SPD). (Karikatur von 2005).

Pleitegeiers Leckerbissen: Sparpakete.

Ministerpräsidentin Heide Simonis (SPD) und Ralf Stegner (SPD), seit zwei Monaten Finanzminister des Landes Schleswig-Holstein, beim Versuch, den Pleitegeier vom Landesetat abzuwehren. Stegner bewirft ihn mit Sparpaketen, aber er kommt dennoch näher. Simonis: „Ralf! Ralf“ Du sollst ihn verscheuchen, nicht anlocken!!“ (2003).