Kategorie: Windkraft

Husum: Windkraft zerzaust Windkraft-Messe.

„Husum Wind – The German Wind Trade Fair and Congress“ heißt die Messe (12. bis 15. September 2017), auf der die Profiteure des politisch-gesetzlich verordneten „Klimaschutz“-Tourettes die Euro- und Dollarzeichen in ihren Augen umhertragen. Diese Veranstaltung brachte der Kleinstadt und Kreisstadt Nordfrieslands, Schleswig-Holstein, in den vergangenen Jahren überregionale, ja internationale Aufmerksamkeit. Stadt von Welt! Dieser lukrative Zweck heiligt allhier allemal den Glauben an den CO2-Götzen. Was sonst? Was wäre Husum heute ohne den Windmühlenzirkus? Den Touristen wieder wie früher nur Krabbenbrötchen und Theodor Storm (sic!), den großen Sohn der Stadt, anbieten, dessen hiesige Erlebnisse in allen Ecken der Stadt an zahlreichen Gedenktafeln nachzulesen sind? Wieder nur graue Stadt am Meer sein? Da sei das IPCC, der „Weltklimarat“, vor! Dieser macht’s mit seinen unbewiesenen und unbeweisbaren, dafür aber schwer ideologisierten Klimapanik-Dogmen möglich, daß Husums provinzielles Grau in mondänes Tiefblau getaucht wird, etwa mit einem Flaggenspalier entlang der Einfallstraße, der Bundesstraße B 200. Flatternde Tücher, die den teuren und unberechenbaren Flatterstrom der Windenergie kaum trefflicher repräsentieren könnten.

Aber in die vollen gehauen: Begleitend zur Messe gibt es ein „Windwanderer-Festival“ mit Live-Musik, Eintritt frei, „wetterunabhängig“ in verschiedenen Lokalitäten rund um den Hafen, gleich am Abend des Eröffnungstages. Möge die feierfreudige Jugend ohne Umschweife tänzelnd aufs Parkett des richtigen Klima-Fühlens und Wind-Handelns gebracht werden. Sei Windwanderer, junger Freund, der Weg des Windes wird dich reich machen. Wenn du selbst Windmühlenbesitzer oder Windhändler bist, natürlich. Anderenfalls wirst du einfach nur zu denen gehören, die gesetzlich erzwungen Windstrom kaufen und immer höhere Strompreise zahlen müssen. Und die subventionierenden Steuermittel gleich dazu.

Die Windbegeisterung ist freilich auch in der Nordseefischerstadt Husum nicht uneingeschränkt. Am zweiten Tag der Windmühlenmesse war es den Husumer Masters of Wind („Wir können Wind. Schon immer.“) dann doch ein wenig zu viel, denn Sturmtief „Sebastian“ schaute als ausgewiesener Fachmann neugierig vorbei, um sich die Storm-Gedenktafeln benebst der „windigen“ Geschäfte von wahnsinnig erfolgreichen Steuergeld- und Energieeinspeisungs-Nutznießern einmal aus der Nähe anzusehen – und zeigte ihnen mal so richtig, was eine Windharfe ist. Da pfiff es nicht nur in die Räder und Hallenzelte, sondern auch in die profitbeschwerte Büx: Man entschied, die Hallen erstmal zu räumen und später, bei günstigerem Wind, weiterzutraden. „Heute hat sich in Husum wieder gezeigt: Mit Wind in jeder Form können wir umgehen“, erklärt selbstbewußt Peter Becker, Geschäftsführer der Messe Husum & Congress. Er fährt fort: „Sturmtief Sebastian hat gestern einiges durcheinander gewirbelt, dennoch lief die Räumung der Hallen geordnet ab. Dafür möchte ich mich herzlich bei den Besuchern sowie Ausstellern und nicht zu letztlich bei der Feuerwehr für Ihre Unterstützung bedanken – wenn es ernst wird, hält die Windbranche zusammen.“

Zuviel Wind und zuwenig Wind, das sind Luftbewegungen, die die Luftikusse des Windmühlengewerbes zur Pflege ihres Goldrausches routiniert ausblenden. Für sie gibt es nur den genau richtigen Wind, und das ist der, der die Segel ihres wirtschaftlichen Fortkommens bläht. Um die anderen vier Winde sollen sich die Zahlesel kümmern, die der Gesetzgeber zum Glück in großer Zahl bereitgestellt hat. Etwa die, welche die Negativstrompreise finanzieren, wenn überschüssiger Windstrom zur Entlastung der Netze ans Ausland verschenkt werden muß – gegen Zahlung barer Münze ans Ausland versteht sich, damit es das in deutscher Netz-Not dargebrachte Geschenk auch in seine Netze hereinnimmt.

Vernunft? Markt? Augenmaß? Realismus? Pustekuchen. Möge dieser jämmerliche gesellschaftliche Darmwind des klimatisch-eingebildeten Weltrettertums und seiner einhergehenden planwirtschaftlich kranken, verzerrenden Begleiterscheinungen recht bald abgehen!

„Husum Storm“ wäre doch auch ein schöner Name für eine Messe. Würde genausogut auf die blauen Flatterfahnen passen. An einer Lobby in Berlin für ein paar diesbezügliche Subventiönchen ließe sich ja basteln.

Karikatur aus dem Jahre 2017.

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Windkraft. Stromtrasse. Ostküstenleitung.

Eine hundert Meter breite Schneise der ökologischen Verheerung zieht sich durch ein Waldgebiet. Hier entsteht die Ostküstenleitung, von Göhl im Landkreis Ostholstein Richtung Kreis Segeberg. Der unstete Windstrom, sobald es ihn gibt, muß nach Süden geschafft werden, koste die „Energiewende“ an Biotopen und Steuermitteln, was sie wolle. Ein paar Steinwürfe weiter quält sich ein Stau über die vergleichsweise schmale Autobahn. Ein kreuzbraves Staatsbürgerlein schnattert sich die Lage schön: „Geschieht uns ganz recht, daß wir im Stau stehen, sagen wir in unserer Klimagruppe immer. Der Landschaftsverbrauch durch Straßenbau ist eh viel zu hoch!“ Verdummt, ökodressiert und in die Irre geführt (2014).

Schlechte Wetter. Windkraftmühle.

Eindrücke vom Mühlentag. Besucher bei der Besichtigungstour. „Wirklich hochinteressant! Und wozu dient der Hebel hier?“ Schon ist er betätigt, es macht Klick, und ein Brausen hebt an, und die Windmühle macht, wozu sie gemacht ist: Wind. Ein zweites Klick, und es setzt wieder Flaute ein. Der Besucher wird belehrt: „Es tut mir leid – aber dieser Teil der Mühle ist für Besucher gesperrt!“ Wo unser Wetter gemacht wird. (2006).

Wind des Ruhms in Rotorbrummhusen.

Im Schweiße ihres Angesichts heben zwei Bewohner des Dörfchens Rotorbrummhusen, Landkreis Vogelmus, eine improvisierte Straßensperre am Ortseingang aus. Ein Nachbar wundert sich: „Was wird das? Wollt ihr ’ne Invasion abwehren?“ In der Tat. Man erwartet „drei Fernsehteam-Divisionen mindestens, falls Sohnemann bei den „Popstars“ gewinnt!“ Das dörfliche Leben erfährt, wie man weiß, eine turbulente Zeit, wenn ein Kind des Ortes an einem populärkulturellen Gesangs-Nachwuchswettbewerb des Fernsehens teilnimmt. Aber wehe, es gewinnt ihn. Dann wird auch das abgelegenste Nest zum Eldorado der Nachrichtengoldsucher, und mit der dörflichen Stille ist es vorbei. (2012).