Kategorie: Wirtschaft

Hansi Handel: Statistisches Landesamt.

„Willkommen zur Besichtigung im Statistischen Landesamt …“

„… in diesem Hause erstellen 9.000 Mitarbeiter 350 verschiedene Statistiken!“

„Und was ist hinter dieser Tür?“

„Nur für Leute mit höchster Sicherheitsstufe!“ (Unter einer Glasglocke die Statistik zur Steuerverschwendung in Statistikämtern).

Comic aus dem Jahre 2002.

+++

Automobilausstellung. Prospekte. Sammler.

„Stimmt es wirklich, daß Ihre Autoprospekte wertvoller sind als Ihre Autos selbst?“

Karikatur aus dem Jahre 2016.

Automobile exhibition. Brochures. Collectors.

„Is it really true that your car sales brochures are more valuable than your cars?“

Caricature as of 2016.

Die Bahn. Ein kompetentes Gütertransport-Unternehmen.

Beim Zugausrüster. Der Bahn-Einkäufer sieht sich nach einer Klimaanlage für die ICE-Züge um. Da er auf seiner Einkaufsliste auch „Börsengang“ stehen hat, kommt nur die abschaltempfindliche, aber billige Klimaanlage für die Beschaffung in Frage.

Die Bahn ist nur noch als Gütertransportunternehmen ernst zu nehmen. Der Personenverkehr ist ein Desaster: Verspätungen, Zugausfälle, Heizungs- oder Klimaanlagendefekte im Zug (Heizung funktioniert nur im Sommer, Klimaanlage nur im Winter, ohne daß der Fahrgast sie jeweils abstellen könnte), fehlende Fahrgastbetreuung im Zug und am Bahnhof, kein wärmendes Obdach am Bahnhof für wartende Fahrgäste besonders bei Niederschlag und im Winter, Streckenausfall infolge allfälligen Diebstahls schon eines kleinen Kupferkabels an entscheidender Stelle usw. usw..

Bahnreisende werden am Ende nicht besser behandelt als Transportgüter, die man eben mal irgendwo hinstellt, wenn es nicht weitergeht und bis es weitergeht (bis also nach ein, zwei Stunden eventuell ein „Schienenersatzverkehr“ anrückt. Wenn sie denn mal ersetzt werden, die altersschwachen Schienen!)

Menschen oder Stückgüter: sollen sie halt warten in Frost oder Hitze, an irgendwelchen winzigen Unterwegsbahnhöfen in der Pampa, weil ein IC-Irgendwas-Superzug wegen eines technischen Schadens mitten auf der Strecke total ausfällt. Wozu enge Wartungsintervalle? Kosten doch nur und gefährden die Aussicht auf den Börsengang.

Was soll’s.

Im Grunde würde es vollkommen ausreichen, wenn die Bahn nur noch derbe Viehwaggons als rollendes Material unterhielte. Wer als Mensch Bahn fahren will, würde dann schon beim Einsteigen sofort merken, auf welches Hitze-Kälte-Dreck-Standzeiten-Abenteuer er sich als Bahnreisender einläßt und welchen Rang er in den Augen der Bahngesellschaft einnimmt.

Viel gepflegter als schlecht gefegte Viehwaggons sehen manche Personenzüge im Alltagsbetrieb ohnedies schon heute nicht aus. Wer als Fahrgast besonders schonend transportiert werden will, kann sich selbst ja als Wertpaket erster Klasse im Güterwaggon verschicken. Und dafür natürlich einen Aufschlag auf den ohnehin schon frech hohen Bahn-Fahrpreis bezahlen.

Karikatur aus dem Jahre 2010.

Railway. A competent freight transport company.

At the railway outfitter’s. The railway buyer is looking for an air conditioning system needed for the ICE train sets. Since he has also „going public“ on his shopping list, only the disturbance-sensitive, but cheap air conditioning is in question for procurement. 

In the end, train passengers are treated no better than transport goods. 

People or piece goods: shall they wait in frost or heat, at some tiny transit stations out in the sticks, because an IC-Something-Super-train fails suffering a technical damage in the middle of the route. Why close maintenance intervals? They only cause costs and endanger the prospect of an IPO.

The railway is only to be taken seriously as a freight transport company anymore. Passenger traffic is a disaster.

Basically, it would be quite sufficient if the railway only kept the rough cattle cars as rolling stock. If you wanted to go by train as a human being then, you would immediately notice when you board, which adventure you are willing to accept as a railway traveler – concerning temperature, punctuality or cleanliness.

Caricature as of 2010.

Bewerbungsgespräch. Narrenzeit.

„‚Ne Schwäche habe ich klar in Spachen und so — aber dafür ’ne krasse Stilsicherheit. Ich hätte ’ne Masse Ideen zu Ihren Hoteluniformen …“

Karikatur aus dem Jahre 2010.

Job Interview. Time of fools.

„‚I clearly have a weakness when it comes to languages and all that  — having said that I have a blatant sense of style. I would have a mass of ideas on your hotel uniforms …“

Caricature as of 2010.