Kategorie: Wirtschaftsminister

Steinbrücks Wechselpläne.

Der Wirtschaftsminister in der Kieler Landesregierung Simonis, Peer Steinbrück, SPD, dementierte im April 1998, in das nordrhein-westfälische Landeskabinett wechseln zu wollen. Die Spatzen auf den Kieler Dächern pfiffen hingegen etwas anderes – ein Umstand, der zu dieser Karikatur Anlaß gab. Im Oktober desselben Jahres trat genau dieser zunächst dementierte Wechsel ein, und Steinbrück wurde Landesminister im Düsseldorfer Kabinett von Ministerpräsident Wolfgang Clement, SPD. Dementi auf gepackten Koffern. Karikatur von 1998.

Politik heißt mit Wortgeklingel Euphorie erzeugen.

Dem Baumstumpf der Nord-Konjunktur entsprießt ein zarter neuer Trieb. Das ist dem Kieler Wirtschaftsminister Bernd Rohwer (SPD) nicht entgangen. Da die Ernte von Job-Baumfrüchten in der Arbeitsplatz-Plantage nun ja nicht mehr fern ist, ruft er seinen Pflückerkollegen schon einmal zu: „Bereithalten, Leute“. Karikatur von 2004.

Kunstflugstaffel Simonis probt über Holtenau.

Schleswig-holsteinische Politpiloten bei der Ausübung der Lufthoheit über die Ausbauplanung des Flughafens Kiel-Holtenau. Es geht um die Verlängerung der Startbahn um 18 Meter. An den Steuerknüppeln sieht man (mit Hut) Ministerpräsidentin Heide Simonis (SPD), den SPD-Fraktionsvorsitzenden im Landtag, Lothar Hay (Abwärtsflug), (in scharfer Linkskurve) den Umweltminister im Kabinett Simonis, Klaus Müller (Bündnis 90/ Die Grünen) sowie Wirtschafts- und Verkehrsminister Bernd Rohwer (SPD), nach Kollision mit Müller eine Tragfläche verlierend. „Diese rotgrüne Staffel hat’s einfach drauf …“ (2002).

Autobahnbau A20. Wakenitztal. Koalitionsstreit.

Bei der Planung der Ostseeautobahn A20 kommt es im rotgrünen Kieler Landeskabinett Simonis immer wieder zu Meinungsverschiedenheiten zwischen den Fachministern Peer Steinbrück (Ressort Wirtschaft und Verkehr), SPD, und Rainder Steenblock (Umwelt), Bündnis 90/ Die Grünen. Hier im Bild geht es um den Naturschutz im Wakenitztal, der der Stein des Anstoßes oder eben die Bananenschale der Projektsabotage ist. „Oh, Entschuldigung, Kabinettskollege!“ ruft Landesminister Steenblock aus, (Karikatur von 1996).

HSH Nordbank: CEO-CFO-Chief Risk Officer Nonnenmacher und die staatliche 10-Milliarden-Bürgschaft.

Bildunterschrift: Minister-Edukation auf der Vorstandsetage der HSH Nordbank. Werner Marnette (li.) und Jens Dirk Nonnenmacher. Marnette öffnet die Schublade mit CDO’s (collateralized debt obligations, abgesicherte Schuldverschreibungen) und findet einen stinkenden Fisch „Risikovorsorge“. Er wird von Nonnenmacher ermahnt: „Das lernen Sie als erstes, Minister! Gewisse Schubladen öffnet man nicht, sondern glaubt an die Werthaltigkeit ihres Inhalts!“ (2009).

The most northern federal states of Germany are Hamburg and Schleswig-Holstein, capital of the latter is Kiel. Both states own the majority of shares of HSH Nordbank, a bank that is mainly engaged in financing shipbuilding projects. Like many other banks in the world HSH had bought lots of collateralized debt obligations (CDO’s), and ownership of these poisonous assets combined with inevitable value adjustment brought it near bankruptcy at the beginning of the year 2009. Although there was a bailout offer by german federal government both northern states turned it down because they wanted to avoid the dilusion of their shares. HSH Nordbank yielded up to EUR70 million dividends each fiscal year which state governments needed badly to cover their suffering budgets. In February 2009 both governments managed a very short-termed legislation that empowered them to hand financial aid in the amount of EUR three billion and a risk guarantee of EUR ten billion to HSH Nordbank. They claimed this were sufficient for rescue. As a severe financial, economic and shipbuilding crisis emerges, the funded EUR 13 billion presumably won’t be enough to prevent HSH Nordbank’s doom from being sealed. Caption: minister-education on boardroom of HSH-Nordbank. Opening drawer is minister of economy (meanwhile stepped down), Werner Marnette, on his back: state government of Schleswig-Holstein. On fish: risk provisioning. CEO, CFO and Chief Risk Officer of HSH Nordbank, Jens Dirk Nonnenmacher says: „This you’ll have to learn first, minister: certain drawers one does not open – but believes in recoverability of its contents!“ (2009)

2003: Ein XXL-Ministerium für Bernd Rohwer.

Anfang 2003 bildet Ministerpräsidentin Heide Simonis (SPD) ihr Kieler Landeskabinett um. Ihre Parteigenossen Claus Möller, bis dahin Minister für Arbeit und Soziales, Jugend, Gesundheit und Energie, und Ingrid Franzen, bis dahin  Ministerin für ländliche Räume, Landwirtschaft und Tourismus, sind im Begriff, das Kabinett zu verlassen. Ihre Aufgaben soll Bernd Rohwer, ebenfalls SPD und bis dahin Minister für Wirtschaft, Technologie und Verkehr übernehmen. Sein neues Ressort wird den Bandwurmnamen „Ministerium für Wirtschaft, Technologie, Verkehr, Arbeit, Tourismus, Agrar und Energie“ führen. „Deine neue Visitenkarte, Bernd!“ (Karikatur von 2003).